Uni-Kassel
14. März 2017Blockseminar Depression und Trauma Perspektiven auf schulisches Handeln
Nach Prognosen der WHO wird die Depression 2020 zur zweithäufigsten Volkskrankheit werden, die auch ihre Schatten in den heutigen Schulalltag wirft. Daher wird in diesem Seminar vermittelt, wie Lehrerinnen und Lehrer Depressionen bei Kindern und Jugendlichen, aber auch bei Eltern...
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Jetzt Lernplan erstellenNach Prognosen der WHO wird die Depression 2020 zur zweithäufigsten Volkskrankheit werden, die auch ihre Schatten in den heutigen Schulalltag wirft. Daher wird in diesem Seminar vermittelt, wie Lehrerinnen und Lehrer Depressionen bei Kindern und Jugendlichen, aber auch bei Eltern oder Kolleginnen und Kollegen erkennen können. Verschiedene Therapieverfahren sowie Möglichkeiten der Prävention werden vorgestellt.
Zudem wird ein Einblick in die noch laufende vergleichende Therapiewirksamkeitsstudie, der LAC-Depressionsstudie, geboten, die in verschiedener Hinsicht ein interessantes und spannungsvolles Experiment ist. In der prospektiven Studie werden erstmals psychoanalytische mit kognitiv-behavioralen Langzeittherapien miteinander verglichen und es wird der Einfluss von Randomisierung und Präferierung untersucht. Die umfangreiche multizentrische Studie ist eine Kombination einer naturalistischen mit einer experimentellen Untersuchung. Ein breites Spektrum klinischer und extraklinischer Forschungsmethoden wird angewandt, um sowohl einen Beitrag zur Weiterentwicklung der psychoanalytischen Behandlungsmethode für diese Patientengruppe (klinische Forschung) als auch zur Wirksamkeitsforschung von Langzeittherapien (extraklinische Forschung) zu leisten. Je eine verhaltenstherapeutische und eine psychoanalytische Behandlung werden vorgestellt, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Zielsetzungen, der Behandlungstechnik und dem Umgang mit den Patienten zu illustrieren.
Ein wichtiger erste Befund dieser Studie die die enorme Häufung schwer traumatisierter Patienten in dieser Studie. Dieser Zusammenhang soll im Seminar diskutiert und mit einer Einführung in die psychoanalytische Traumatheorie verbunden werden.
Textgrundlage: Leuzinger-Bohleber, M. et al. (2010): Psychoanalytische und kognitiv-verhaltenstherapeutische Langzeitbehandlungen bei chronischer Depression: Die LAC Depressionsstudie. Psyche - Z Psychoanal 64, 2010, 782-832.
Zulassungsfrage: Erörtern Sie auf 5 Seiten, welchen Erkenntnisgewinn Ihnen die Lektüre dieses Artikels vermittelt hat?
Den Text erhalten Sie ab 2.3.2015 im entsprechenden Moodle-Kurs.
Den Moodle-Kurs finden Sie unter: FB 01, Institut für Erziehungswissenschaft, FG Psychoanalyse, SoSe 2015, Zulassungs-Code: SS-15-09
Bemerkung
Das Seminar wird als psychoanalytisches Theorieseminar für das Profilstudienprogramm -Konfliktberatung für PädagogInnen- anerkannt.
Voraussetzungen
Voraussetzungen für die Teilnahme:
• Anmeldung ab sofort bis spätestens 20.04.2015 im HIS-LSF über den Button Belegpflicht,
• Schriftliche Beantwortung der Zulassungsfrage, Abgabe der Zulassungsfrage ab sofort bis spätestens 20.04.2014 im -FG Psychoanalyse-, NP 5, R. 2110 oder ins Postfach (Leuzinger-Bohleber, NP 5, 1. Stock, neben Aufzug) oder per Post zuschicken. E-Mail Zusendungen werden nicht akzeptiert.
• Teilnahme an der Vorbesprechung: Mi. 29.04.2015, 18:30-20 Uhr, NP 1, Raum 1306
Nach Abgabe der Zulassungsfrage werden Sie zeitnah im HIS-LSF zugelassen, bis die max. TN-Zahl erreicht ist. Nur wer die Zulassungsfrage abgibt wird zugelassen!
Leistungsnachweis
Die fünfseitige Beantwortung der Zulassungsfrage wird als Studienleistung anerkannt. Die Prüfungsleistung erfolgt in Form einer Hausarbeit.
FB 01 Institut für Psychoanalyse
20042015,2
Die fünfseitige Beantwortung der Zulassungsfrage wird als Studienleistung anerkannt. Die Prüfungsleistung erfolgt in Form einer Hausarbeit.
Uni Kassel
SoSe 2015
Kernstudium
Kernstudium
Prof. Dr.
Leuzinger Bohleber Marianne