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Uni-Essen
14. März 2017

Blockseminar E3 IOS Wirtschaftssemiotik Marken Mythen und Methoden der Ökonomie entschlüsseln Cr 3-3

Inhalte: Unsere Lebenswelt ist durchzogen, wenn nicht sogar dominiert von den Zeichen der Ökonomie. Dabei geht es nicht nur um Plakatwände, Werbeblöcke im Fernsehen oder Pop-Ups im Internet, es geht auch um allgegenwärtige ökonomische Denk- und Verhaltensmuster. Googles Suchalgorithmen bestimmen...

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Inhalte: Unsere Lebenswelt ist durchzogen, wenn nicht sogar dominiert von den Zeichen der Ökonomie. Dabei geht es nicht nur um Plakatwände, Werbeblöcke im Fernsehen oder Pop-Ups im Internet, es geht auch um allgegenwärtige ökonomische Denk- und Verhaltensmuster. Googles Suchalgorithmen bestimmen unsere Wahrnehmung der Welt, Anforderungsprofile deutscher Unternehmen sind Leitlinien der Flüchtlingspolitik und betriebswirtschaftliche Kennziffern werden zur Optimierung von Bildung oder Gesundheitswesen herangezogen. Wenn man jetzt genauer verstehen will, wie die Wirtschaft unser Leben durchzieht, springt man zu kurz, wenn man dies mit Begriffen und Theorien der BWL und VWL versucht. Man muss sich zwangsläufig von außen den zu erklärenden Phänomen nähern. In diesem Seminar wollen wir das mit der Semiotik, der Theorie der Zeichen unternehmen. Warum Zeichentheorie? Mit der Zeichentheorie lassen sich individuelle und soziale Interpretationsprozesse und -muster beschreiben und besser verstehen. D.h. wo finden wir überall ‚Ökonomie-Sprech‘ wie Effizienz, Marke oder Zielgruppe? Wie werden Urteile auf Kategorien der Wirtschaft reduziert, wie greifen die Inszenierungen der Chefs und Manager auf alle Lebensbereiche über? Alles Fragen, die zentral in den Untersuchungsbereich der Semiotik fallen. Semiotik ist von ihrem Selbstverständnis und ihrer Entstehung her schon per se eine interdisziplinäre Herangehensweise, durch ihre Anwendung auf den breiten Wirklichkeitsbereich der Wirtschaft wird sie dies in doppelter Hinsicht. Dadurch wird das Seminar interessant und spannend für TeilnehmerInnen aller Fachbereiche und Studiengänge. Wirtschaftswissenschaftliche oder zeichentheoretische Vorkenntnisse sind explizit nicht erforderlich. Lernziele: Studierende erhalten grundsätzliche Einblicke in zeichentheoretische Begriffe und Methoden. Sie sind in der Lage diese auf ökonomische Zusammenhänge und Phänomene – unter Anleitung – anzuwenden. Sie erhalten so einen Einblick in Funktionsweisen von Wirtschaftssystemen und Unternehmen und können diese Funktionsweisen in anderen Zusammenhängen decodieren. Gleichzeitig erlernen sie anhand der interdisziplinären Arbeitsweise von Semiotik das kritische Lösungspotential, das entsteht, wenn man Erkenntnisse und Methoden unterschiedlicher Herangehensweisen kombiniert, wie z.B. Philosophie, Kommunikations- und Sprachwissenschaften, Psychologie, Soziologie, Bild- und Kunstwissenschaft, Management- und Organisationswissenschaft, oder Wirtschaftswissenschaft. Arbeitsformen: Wir werden auf einen bewährten Mix aus vorbereitender Lektüre, Referaten sowie Gruppenarbeiten zu Tex­ten und Fragestellungen zurückgreifen. Im Referat werden sich die Teil­nehmer­Innen auf ein Thema außerhalb ihres Studienfaches vorbereiten müssen – dies gilt insbesondere für Studierende mit wirtschaftswissenschaftlichem und sprachwissenschaftlichem/semiotischem Hintergrund. Gleichzeitig fungieren alle TeilnehmerInnen als Experten (und Anwälte) für ihr Fachgebiet innerhalb der Seminar­diskussionen. Institut für Optionale Studien IOS In E3 nicht geeignet für: kein Ausschluss Aktive Mitarbeit und Übernahme eines Kurzreferats und schriftlicher Kurztest zum Ende des Seminars. Alle E3-Studierenden erhalten eine Benotung, die nach Maßgabe der jeweiligen Prüfungsordnung ggf. in die Endnote eingeht. Die Note setzt sich wie folgt zusammen: Kurzreferat: 35%, Kurztest: 35%, mündliche Mitarbeit: 30% Universität Duisburg-Essen WiSe 2016/17 Bachelor, Bachelor Dr. Bernsau Klaus