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Uni-Kassel
14. März 2017

Blockseminar Federico Fellini 8211 8220 Nichts weiss man alles muss man sich kreieren 8221 8220 nulla si sa tutto si immagina 8221 Zitat Fellini

Der v.a als Regisseur weltberühmte italienische Künstler (*Rimini 1920, + Rom 1993) - gequält von Genie und Depressionen (die auftraten, als er seine ersten großen Erfolge feierte) und in gewisser Hinsicht Gegenpart zu Pier Paolo Pasolini, war wie dieser, nicht...

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Der v.a als Regisseur weltberühmte italienische Künstler (*Rimini 1920, + Rom 1993) - gequält von Genie und Depressionen (die auftraten, als er seine ersten großen Erfolge feierte) und in gewisser Hinsicht Gegenpart zu Pier Paolo Pasolini, war wie dieser, nicht nur Regisseur, sondern auch Schauspieler, Drehbuchautor, nach seinen Anfängen als comic Zeichner (eine Passion, die ihn sein ganzes Leben lang begleitete) und anderes mehr. Er erhielt zahlreiche Oskars, nicht nur für einzelne Filme, sondern auch für sein Gesamtwerk, das u.a anderem in den USA gefeiert wurde, seine filmischen Anfänge verdankt er Charlot, d.h. Charlie Chaplin, Vorbild auch für viele andere Regisseure seiner Generation. Eine lebenslange Zusammenarbeit mit Giuletta Masini, seiner Ehefrau, und Marcello Mastroiani prägen seine Filme, die, wenn, von allem Anfang von Poesie gekennzeichnet, sich vom Neorelismo bis zu quasi surrealen Werken entwickelten: Für Fellini sollte Casanova, sein Hauptwerk sein, auch wenn man ihn normalerweise assoziativ verbindet mit La strada (Das Lied von der Strasse). Viele seine Filme wurden in cinecittà, dem italienischen Babelsberg, von Mussolinis Istituto Luce propagiert, gedreht, folgen also nur zum Teil den Forderungen des italienischen Kinos der unmittelbaren Nachkriegszeit, nach einem natürlichen Drehort selbst die venezianischen Meeresszsenen in Casanova (Venedig) sind, wie leicht erkennbar, künstlich. Anders als PPP hatte er niemals Kunstgeschichte studiert, seine Filme sind oft von der Realitäet inspiriert, allerdings auf spezielle Art, doch sind es poetische Immaginationen, die sein Werk charakterisieren. Der Komiker und Regisseur (und Mitarbeiter) Roberto Benigni (La vita è dolce) hat ihn als Kravatte charakterisiert, die man sich um den Hals binden müsse (um ihn niemals zu vergessen). Ziel des Seminares ist es, an ausgewählten Beispielen sein wechselvolles und doch durch Konstanten geprägtes Werk zu analysieren, seine Bilderwelt verständlich zu machen, die nicht nur das italienische Kino beeinflusst hat. Dabei soll versucht werden, seine fruchtbare und zum Teil grotesk-poetische Welt transparent zu machen. Musik, Kostüme, für die seine Filme mehrfach ausgezeichnet wurden, dürfen hierbei nicht außer Acht gelassen werden. Ein Meilenstein (nicht nur) der italienischen Kunst und Kultur soll unter die Lupe genommen werden.   Kontakt: gh@mclink.it Die Auswahl an Videos in der Kunsthochschulbibliothek ist beachtlich, an Literatur mangelt es ebenso wenig. Als einführende Literatur empfehle ich Tullio Kuzichs (umfangreiche) Biographie, die sowohl im Semesterapparat steht, wie auch als Präsenzbestand in der Bibliothek vorhanden ist. Weitere Literatur wird später bekannt gegeben bzw. in den Semesterapparat gestellt.   Bemerkung BA 1.0: I b1; I b2; IV b; IV c; V b; Vc; VIII b BA 2.0: I c; IV b; VI a BA 2.1: IV b; IV c; VI a Kunsthochschule Kassel Uni Kassel SoSe 2016 Kunstwissenschaft Privatdozentin Dr. Huber Gabriele Privatdozentin