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Uni-Kassel
14. März 2017

Blockseminar Interkulturelle Kernkompetenzen in der Lehrerbildung L2 L3 L4

Kulturelle und religiöse Pluralität sind zu Kontextbedingungen des Lebens und Lernens geworden. Sie stellen sich nicht nur als soziale und politische Herausforderungen, sondern vordringlich auch als pädagogische Aufgabe im Unterrichtsalltag dar. Die nachhaltige Förderung interkultureller und interreligiöser Kernkompetenzen, die kulturelle...

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Kulturelle und religiöse Pluralität sind zu Kontextbedingungen des Lebens und Lernens geworden. Sie stellen sich nicht nur als soziale und politische Herausforderungen, sondern vordringlich auch als pädagogische Aufgabe im Unterrichtsalltag dar. Die nachhaltige Förderung interkultureller und interreligiöser Kernkompetenzen, die kulturelle und religiöse Vielfalt als Chance, als Gestaltungs- und Entwicklungsaufgabe orientiert an Kompetenzen und Standards annimmt, steht im Mittelpunkt der Modulveranstaltung. Durch eine gezielte Bewusstmachung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Kulturen und Religionen wird die individuelle interkulturelle Sensibilität als Voraussetzung einer gelingenden Förderung von Lernenden mit und ohne Migrationshintergrund erweitert. Anhand von unterrichtspraktischen Beispielen werden die Mehrdimensionalität und Komplexität schulischer Handlungsräume angebunden an die Fachdidaktik Ev. Religion reflektiert und daraus Förderpotentiale in Lehr-Lernprozessen abgeleitet. Methodisch-didaktische Vorgehensweise Interkulturelle und interreligiöse Trainingsangebote, Sensibilisierungsübungen, Gesprächs- und Reflexionsangebote mit wechselnden Partnern, Kleingruppen-arbeit und im Plenum, individuelle Arbeitsaufträge, Theoriesequenzen, Rollenspiele, Simulationen, Methoden der interkulturellen Mediation, Orientierung an einer kompetenzorientierten Didaktik des interkulturellen und interreligiösen Lernens, Portfolioarbeit, ... Möglicher Kompetenzerwerb Am Ende der Teilnahme an der Modulveranstaltung sind: • schulische Situationen mit interkulturell-interreligiösem Hintergrund ausgetauscht • Verhaltensmustern in typischen Problemsituationen, die einen kulturell-religiösen Hintergrund haben, analysiert und reflektiert • Handlungsalternativen erarbeitet und erprobt • Methoden einer deeskalierenden Kommunikation und Konflikt-bearbeitung trainiert • ein pädagogisch verantworteter Umgang mit interkulturellen und interreligiösen Kommunikationsstörungen im Schulalltag in der Auseinandersetzung mit der kulturellen und religiösen Herkunft der Schülerinnen und Schüler entwickelt • grundlegende Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, Einstellungen und Haltungen über Kulturen und Religionen, Lebenspraxis und Festzeiten in Bezug zu Lern-, Kommunikations-, Verhaltens- und Handlungsmustern von Schülerinnen und Schüler in unterrichtlichen Situationen erworben • eigene biographische Rollenreflexionen als Lehrer/in in gesellschaftlichen Veränderungsprozessen und deren Auswirkungen auf den Lernprozess im Unterricht vorgenommen • eine pädagogische Grundhaltung des Voneinander- und Miteinanderlernens entwickelt • Einblicke in kompetenzorientierte Lernarrangements geleistet und erste unterrichtspraktische Umsetzungen zur Förderung des interkulturellen und interreligiösen Lernens erarbeitet. Schreiner, Peter; Sieg, Ursula; Elsenbast, Volker (HG.), Handbuch Interreligiöses Lernen, Gütersloh 2005 Bundeszentrale für politische Bildung, Interkulturelles Lernen. Arbeitshilfen für die politische Bildung, Bonn 2000 http://www.xenos-de.de Bemerkung Module: 2.08, 2.10; 3.06, 3.11, 3.12; 4.06, 4.10. Leistungsnachweis Essay; Hausarbeit. FB 02 Institut für Evangelische Theologie Essay; Hausarbeit. Uni Kassel SoSe 2013 Ev.Religion FB 02 Institut für Evangelische Theologie Kaufmann Horst