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Uni-Kassel
14. März 2017

Projekt Qualitätskriterien und Nutzungsoptionen für zukünftige Kulturlandschaften

Kulturlandschaften sind im Kontext konkreter landschaftsökologischer und nutzungsbedingter Rahmenbedingungen entstanden. Insbesondere die nutzungsbedingten technischen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen haben sich in den letzten Jahrzehnten erheblich geändert, weitere einschneidende Modifikationen sind zukünftig zu erwarten. Versuche, heute noch vorhandene landschaftliche Qualitäten dauerhaft zu...

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Kulturlandschaften sind im Kontext konkreter landschaftsökologischer und nutzungsbedingter Rahmenbedingungen entstanden. Insbesondere die nutzungsbedingten technischen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen haben sich in den letzten Jahrzehnten erheblich geändert, weitere einschneidende Modifikationen sind zukünftig zu erwarten. Versuche, heute noch vorhandene landschaftliche Qualitäten dauerhaft zu sichern, sehen sich teilweise dem Vorwurf der Musealisierung ausgesetzt. Gleichzeitig sind die finanziellen Möglichkeiten einer unmittelbaren Unterstützung gewünschter, aber ökonomisch unrentabler Nutzungsformen aufgrund der Haushaltslage der öffentlichen Hand zunehmend begrenzt. Vor diesem Hintergrund besteht Bedarf nicht nur nach effektiven, sondern insbesondere auch nach effizienten Steuerungsformen. In diesem Kontext soll das Projekt Ideen und Konzepte für die zukünftige Entwicklung unserer Landschaft erarbeiten. Im Wintersemester wollen wir uns zunächst damit beschäftigen, welche Elemente und Ausprägungen (hessischer) Kulturlandschaften sich wann, in welchen Naturräumen und (Teil-)Regionen sowie unter welchen Nutzungsbedingungen entwickelt haben. Auf der Grundlage einer Recherche zu den zukünftigen Rahmenbedingungen und neuen Trends wollen wir Szenarien erarbeiten, die uns mögliche zukünftige Entwicklungen aufzeigen. Basierend auf der Einschätzung der Bedeutung der Kulturlandschaft für heutige und künftige Bedürfnisse und Ansprüche soll dann versucht werden, Formen von Kulturlandschaften zu skizzieren, die diesen Bedürfnissen und Ansprüchen möglichst weitgehend gerecht werden. Dabei wird es erforderlich sein, unterschiedliche Raumkategorien mit jeweils spezifischen Zielsetzungen und Qualitätskriterien zu berücksichtigen, zum Beispiel Landschaften der Verdichtungsräume, Flusslandschaften, Mittelgebirgslandschaften, klassische Agrarlandschaften u.v.m. Im Sommersemester werden ausgewählte Räume dann unter analytisch-prognostischer Perspektive vertieft betrachtet und im Hinblick auf die im Wintersemester erarbeiteten Qualitätskriterien eingeordnet. Darauf aufbauend werden zukunftsorientierte Ziel- und Nutzungskonzepte einschließlich der erforderlichen Steuerungswerkzeuge entwickelt. Das Projekt ist auf zwei Semester ausgerichtet. Eine einsemestrige Bearbeitung nur im Wintersemester ist nach Absprache mit den Betreuern grundsätzlich möglich. FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung Uni Kassel WS 2006/2007 Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr. iur. Mengel Andreas Ing iur