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Uni-Essen
14. März 2017

Blockseminar Theologie und Naturwissenschaft

-Physik & Theologie im internationalen Kontext Eine zunehmende Fülle von internationalen Publikationen befasst sich mit dem Gespräch der Naturwissenschaften mit der Theologie, an renommierten Universitäten wurden dafür gar eigens Lehrstühle geschaffen, während das deutschsprachige Gespräch zum Thema oft als wenig...

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-Physik & Theologie im internationalen Kontext Eine zunehmende Fülle von internationalen Publikationen befasst sich mit dem Gespräch der Naturwissenschaften mit der Theologie, an renommierten Universitäten wurden dafür gar eigens Lehrstühle geschaffen, während das deutschsprachige Gespräch zum Thema oft als wenig relevante Nebenbeschäftigung gilt. Woran liegt das? Kann es damit zu tun haben, dass im deutschsprachigen Bereich immer noch ein Ansatz vorherrschend ist, nachdem beide Disziplinen nicht viel miteinander zu tun haben und bestenfalls in ein vorsichtiges Gespräch treten können – während im angelsächsischen Bereich kühne Synthesen der Disziplinen gedacht werden? So einfach ist es sicher nicht, doch in diese Richtung werden die Fragen des Seminars gehen, das gleichzeitig auch als Einführung in das Themenfeld fungiert. Exemplarische Texte von Physikern und Theologen werden uns dabei begleiten. Am ersten Wochenende wird zunächst der Geschichte des Falls Galilei gedacht, an dem bereits grundlegende Fragen des Verhältnisses von Wissenschaft und Religion sichtbar werden. Sodann werden deutschsprachige Physiker vorgestellt, die über den Tellerrand ihrer Disziplin gedacht haben und denken (Heisenberg, Müller, Audretsch) , am Folgetag dann angelsächsische Wissenschaftler, die Physik und Theologie in ihrer Person vereinen (Barbour, Polkinghorne, Russell). An den ausgewählten Autoren werden z.B. grundlegend verschiedene erkenntnistheoretische Positionen sichtbar werden. Differenzen und Gemeinsamkeiten werden gesammelt und bewertet. Am zweiten Wochenende werden die gemachten Erkenntnisse auf neuere schöpfungstheologische Positionen deutscher evangelischer Theologen angewandt (Link, Moltmann, Pannenberg). Das Seminar wird sich bei den angelsächsischen Autoren i.d.R. mit deutschsprachigen Übersetzungen begnügen. Da es sich um ein Blockseminar handelt, werden die Teilnehmer in Lesegruppen mit verschiedenen Texten eingeteilt, so dass für jeden Tag jeweils je Gruppe nur ein Text zu lesen ist. Die aktive Vorbereitung dieser begrenzten Anzahl Texte ist allerdings Voraussetzung für eine Akkreditierung des Seminars. Gelegenheit für Referate ist gegeben.- Andreas Losch, Jenseits der Konflikte, Göttingen 2011 Evangelische Theologie Universität Duisburg-Essen SS 2012 Evangelische Theologie