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Uni-Hannover
14. März 2017

Die Frühe Neuzeit aus beziehungsgeschichtlicher Perspektive

Die Frühe Neuzeit ist strukturiert von und durch Herrschaft. Herrschaft konstituiert sich in und durch Beziehungen. Aber wie werden Beziehungen gelebt, bewertet, genutzt und diskutiert? Welche sind erlaubt, welche verboten bzw. tabuisiert? Wie organisiert die frühneuzeitliche Gesellschaft Sexualität, wie formen...

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Die Frühe Neuzeit ist strukturiert von und durch Herrschaft. Herrschaft konstituiert sich in und durch Beziehungen. Aber wie werden Beziehungen gelebt, bewertet, genutzt und diskutiert? Welche sind erlaubt, welche verboten bzw. tabuisiert? Wie organisiert die frühneuzeitliche Gesellschaft Sexualität, wie formen Beziehungen Geschlechter und wie strukturiert gender, also das soziale Geschlecht, Beziehungen, wie funktionieren ganze Beziehungsgeflechte in weltweiten Kontexten? Welche Rolle spielen Familien, Verwandte, Freunde, Nachbarn, Geliebte, Eltern, Kinder, Gatten, Geschäftspartner, Gäste usf. Wie also organisiert sich die Frühe Neuzeit in Beziehungen und wie produziert und reproduziert sich in diesem alltäglichen Miteinander letztlich Herrschaft? Diesen Fragen soll in der Vorlesung -Die Frühe Neuzeit aus beziehungsgeschichtlicher Perspektive- nachgegangen werden. Dabei werden frühneuzeitliche Konzepte von Freundschaft, Ehe, Vater- und Mutterschaft, Mätressen- und Günstlingswirtschaft, aber auch soziale und politische Gruppen wie etwa religiöse Gemeinschaften und Organisationen oder Berufsgruppen bzw. beruflich organisierte Gruppen (Schiffsmannschaften z.B.) in ihrer alltäglichen Lebens- und Arbeitspraxis vorgestellt. Die Vorlesung richtet sich an Studienanfänger ab dem 2. Semester ebenso wie an fortgeschrittene Semester des fächerübergreifenden Bachelor und Studierende des Fachmasters Geschichte. Im WS 205/16 wird wie gewohnt die Einführung in die Geschichte der Frühen Neuzeit angeboten, die sich insbesondere an die Erstsemester des Sommersemesters 2015 und des Wintersemesters 2015/16 richtet. Christian Kuhner, Politische Freundschaft bei Hofe. Repräsentation und Praxis einer sozialen Beziehung im französischen Adel des 17. Jahrhunderts, Göttingen 2013 Atlantic Studies, Master of Arts Universität Hannover SoSe 2015 Geschichte, Master LA Gymnasium Prof. Dr. Hohkamp Michaela