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Uni-Kassel
14. März 2017

Hauptseminar Medizin Philosophie und Biologie Hippokrates Platon Aristoteles

Die frühe, für uns mit dem Namen Hippokrates verbundene griechische Medizin entwickelt sich im engen Zusammenhang, aber auch in Auseinandersetzung, mit den kosmologischen Lehren der sog. Vorsokratiker. Ihr Methodenverständnis und ihr methodologisches Vokabular werden von Platon für die Philosophie rezipiert....

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Die frühe, für uns mit dem Namen Hippokrates verbundene griechische Medizin entwickelt sich im engen Zusammenhang, aber auch in Auseinandersetzung, mit den kosmologischen Lehren der sog. Vorsokratiker. Ihr Methodenverständnis und ihr methodologisches Vokabular werden von Platon für die Philosophie rezipiert. Erst bei Aristoteles gelingt durch die Explikation des Naturbegriffs und durch eine Klärung des Verhältnisses zwischen erklärender Theorie und empirischer Datenerfassung eine Neubegründung der Naturwissenschaft, von der umgekehrt auch die Medizin profitiert.Gegenstand des Hauptseminars sind einschlägige Texte aus dem Corpus Hippocraticum sowie von Platon und Aristoteles. Ausgewählte Sekundärliteratur soll durch Referate in die Seminardiskussion eingeführt werden. Leistungsnachweise:Master: Teilnahme (mit Vor- und Nachbereitung sowie turnusgemäßer Textprädentation): 4cReferat (zur Sekundärliteratur): 1cHausarbeit (ca. 20 Seiten): 4cL3 modularisiert: Teilnahme (mit Vor- und Nachbereitung): 2cReferat (Textpräsentation/Sekundärliteratur): 1,5cHausarbeit (ca. 15 Seiten): 3cL3 (alt), Magister: aktive Teilnahme + Hausarbeit Textgrundlage (u.a.): Hippokrates. Ausgewählte Schriften, übers. und hg. von H. Diller (1962), bibl. Anh. von K.-H. Leven, Stuttgart: Reclam 1994Platon. Werke in 8 Bänden, gr./dt. hg. von G. Eigler, Darmstadt: wbg 1970 ff.Aristoteles. Über die Teile der Lebewesen, übers. und erl. von W. Kullmann (Aristoteles. Werke in deutscher Übersetzung, begr. von E. Grumach, hg. von H. Flashar, Bd. 17, Teil I), Berlin: Akademie Verlag Darmstadt: wbg 2007 Einführende Literatur (vor allem zur Medizin): Einschlägige Kapitel in:Crombie, A.: Styles of Scientific Thinking in the European Tradition, 3 Vols., 2500 pp., London: Duckworth 1994 (UB: 25 Phi DA 5035)Die Geschichte des medizinischen Denkens. Antike und Mittelalter, hg. von M.D. Grmek, dt. von C. Fiedler et al., München: Beck 1996 (ital. Originalausgabe: Bari Roma 1993) -- darin insbesondere: J. Jouanna, -Die Entstehung der Heilkunst im Westen-, S. 28-80; M. Vegetti, -Zwischen Wissen und Praxis: die hellenistische Medizin-, S. 81-113; M.D. Grmek, -Das Krankheitskonzept-, S. 260-277Das Wissen der Griechen, hg. von J. Brunschwig et al. (Paris 1996), München: Fink 2000 -- darin insbesondere: P. Pellegrin, -Medizin-, S. 371-387; J. Jouanna, -Hippokrates-, S. 598-607; G.E.L. Lloyd, -Beobachtung und Forschung-, S. 217-237Stückelberger, A.: -Hippokrates und Hippokratisches Denken: Beobachtung, Wissenschaft, Theorie-, in: Philosophen des Altertums, hg. von M. Erler und A. Graeser, Darmstadt: wbg 2000, Bd. 1, S. 84-98van der Eijk, Philip J.: -Hippokratische Beiträge zur antiken Biologie-, in: Geschichte der Mathematik und der Naturwissenschaften in der Antike, hg. von G. Woehrle, Bd. 1. Biologie, Stuttgart 1999, S. 50-73Vegetti, M.: -Culpability, responsibility, cause: Philosophy, historiography, and medicine in the fifth century-, in: The Cambridge Companion to Early Greek Philosophy, ed. by A.A. Long, Cambridge 1999, p. 271-289Wittern, Renate: -Die Anfänge der griechischen Medizin-, in: Philosophen der Antike, hg. von F. Ricken, Bd. 1, Stuttgart etc.: Kohlhammer 1996, S. 145-159sowie die folgenden SEP-Artikel:Einführend zu Platon und Aristoteles die einschlägigen SEP-Artikel, bes. auch -Aristotles Biology- von J. Lennox, http://plato.stanford.edu/entries/aristotlebiology/ . FB 01 Institut für Philosophie Uni Kassel WS 2008/2009 Philosophie der Wissensformen apl. Prof. Dr. Heinemann Gottfried