Uni-Siegen
14. März 2017Dramatisation and scenic interpretation of literary texts classes 5-12
Keine andere Gattung bietet im Rahmen eines schülerorientierten Unterrichts derart viele Möglichkeiten, handlungs- und prozessorientierte Formen der Textarbeit einzusetzen wie das Drama. Der Hauptgrund liegt in der Besonderheit der Gattung. Dramatische Texte sind nicht primär für die Lektüre bestimmt sondern...
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Jetzt Lernplan erstellenKeine andere Gattung bietet im Rahmen eines schülerorientierten Unterrichts derart viele Möglichkeiten, handlungs- und prozessorientierte Formen der Textarbeit einzusetzen wie das Drama. Der Hauptgrund liegt in der Besonderheit der Gattung. Dramatische Texte sind nicht primär für die Lektüre bestimmt sondern Spielvorlagen für szenische Aufführungen. Im Kontrast zu Erzähltexten geht es um das unmittelbar von Figuren vorgeführte Handeln. Wir sollten in der Schule diese Aufführungsdimension auch nutzen – durch darstellendes Spiel der SuS, denn darstellendes Spiel ist auch immer eine Form der Interpretation.
Es versteht sich von selbst, dass durch aufführungsorientierte Ansätze eine Fülle weiterer Lernziele erreicht werden können: sprachliche und kommunikative, affektive und soziale, Lernziele ästhetischer Bildung und selbst interkulturelle Handlungsfähigkeit. Auch dies wird das Seminar zeigen.
Die Beschäftigung mit Dramen im Unterricht fordert also zum Spielen auf, aber Spielen will auch gelernt sein, die Spielbereitschaft will geweckt werden, damit es als effiziente Methode im fremdsprachlichen Literaturunterricht verwendet werden kann. Wir werden deshalb in diesem Seminar am Anfang eine Auswahl wenig aufwändiger dramenpädagogischer Übungen kennen lernen (je nach Ziel Entspannungsübungen, Vertrauensübungen, Konzentrationsübungen etc.), die wir in der Schule anwenden können. Wir brauchen sie allerdings auch, um im Seminar unsere eigene Spielfähigkeit erst einmal herzustellen.
Danach probieren wir – ausgehend von kurzen Texten - verschiedene Vorstufen des darstellenden Spiels aus wie szenisches Lesen, Erbauen von Standbildern und deren Auswertung, Texte pantomimisch darstellen, szenische Umsetzung einzelner Textpassagen, Verfahren der Bewusstseinsdarstellung ( innerer Monolog, Interviewtechnik, Rollenspiel).
Erst dann versuchen wir uns an der szenischen Umsetzung von Minidialogen, Sketchen und kurzen Ausschnitten aus Dramen, ja, finden Wege, wie wir selbst Lyrik oder eine Kurzgeschichte szenisch visualisieren können. Die Auseinandersetzung mit dem Text, mit den Möglichkeiten der Umsetzung, den Rollen/Charakteren, die Entwicklung eines stimmigen Subtextes und einer Spielidee, all dies schafft eine Fülle von authentischen Sprachanlässen – und führt – so meine Erfahrung – zu einem sehr lebendigen Unterricht!
Teaching English: Principles and practice (HR)
Abgeschlossenes Grundstudium/Zwischenprüfung
Anmeldung über LSF
Anwesenheit in der ersten Sitzung
2 KP
Universität Siegen
SoSe 2011
Teaching English: Principles and Practice (GYM/BK)
Schlömer, Peter
Introduction to learning and teaching English as a foreign language