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Uni-Kassel
14. März 2017

Einführungsstudio Konversion Bockenheim

Bedingt durch die örtliche Neustrukturierung der Goethe-Universität Frankfurt am Main wird das Campusgelände in Bockenheim aufgegeben. Noch beherbergt das Areal mit einer Größe von ca. 16,7 ha zahlreiche Hochschuleinrichtungen, viele davon in bedeutenden Baudenkmalen der Moderne. Nach den Vorstellungen der...

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Bedingt durch die örtliche Neustrukturierung der Goethe-Universität Frankfurt am Main wird das Campusgelände in Bockenheim aufgegeben. Noch beherbergt das Areal mit einer Größe von ca. 16,7 ha zahlreiche Hochschuleinrichtungen, viele davon in bedeutenden Baudenkmalen der Moderne. Nach den Vorstellungen der Stadt soll hier schon ab 2011 ein -Stadtquartier mit einer Mischung von Gewerbe und Wohnen, Infrastruktur und qualitätvollen öffentlichen Räumen- mit Neubauten von insgesamt 330.000 Bruttogeschoßfläche entstehen. Das aktuelle Bebauungs­planverfahren stützt sich auf das Ergebnis eines bereits 2003 durchgeführten städtebaulichen Wettbewerbs. Vor dem Hintergrund von Büroflächenleerstand und hoher Nachfrage nach Wohnraum wird inzwischen allerdings ein höherer Wohnanteil und eine Profilierung des Standorts als Kulturcampus angestrebt. Verschiedene Bürgerinitiativen sehen das Verfahren kritisch, protestieren gegen eine nicht ergebnisoffen geführte Bürgerbeteiligung, gegen den geplanten Abriss von Baudenkmalen und warnen wegen des hohen Preisniveaus der Wohnbauvorhaben vor Gentrifizierung. Da der Auszug der Uni an die Fertigstellung von Hochschulbauten an anderen Standorten gekoppelt ist, wird auch der Zeitplan der Konversion immer wieder in Frage gestellt. Das Einführungsstudio -Konversion Bockenheim- bietet daher nicht nur Gelegenheit grundlegende städtebauliche Analyse- und Entwurfsmethoden einzuüben. Es eignet sich auch zur Untersuchung der komplexen Akteurs- und Interessenkonstellationen großer Stadtentwicklungsprojekte. Dabei werden wir die heutige räumliche Konfiguration und Nutzung des Campusgeländes dokumentieren, Bezüge zu den umliegenden Stadtteilen herausarbeiten und erhaltenswerte Elemente definieren. Parallel dazu werden wir die Bedarfe und Ansprüche unterschiedlicher Nutzer- und Interessengruppen erheben und uns auch mit der gegenwärtigen Planung der Stadt Frankfurt am Main auseinander setzen. Schließlich geht es darum eigene Entwürfe für die Nachnutzung des Geländes, für einzelne Teilbereiche oder auch für ein phasenweises Vorgehen zu entwickeln. FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung Uni Kassel WiSe 2011/12 Architektur Lehrveranstaltungspool FB 06 Dipl.-Ing. Kienast Gerhard