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Uni-Hannover
14. März 2017

Entwurf und Stadt C LandStädte

Zwischen globalr Metropolisierung und frischen Peripherien, Wachstum und Schrumpfung gibt es eine Kategorie von Orten, die in den letzten 20 Jahren kaum diskutiert wurden: LandStädte. Früher kleine Zentren klarer Raum- und Wirtschaftseinheiten im ländlichen Raum, sind viele in Funktionalität, Anspruch...

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Zwischen globalr Metropolisierung und frischen Peripherien, Wachstum und Schrumpfung gibt es eine Kategorie von Orten, die in den letzten 20 Jahren kaum diskutiert wurden: LandStädte. Früher kleine Zentren klarer Raum- und Wirtschaftseinheiten im ländlichen Raum, sind viele in Funktionalität, Anspruch und Bedeutung in Frage gestellt. Die Veränderungen in Stadt und Land, eine neue Aufmerksamkeit für die Bedeutung ausgewogener Entwicklung in großen räumlichen Zusammenhängen, Nachhaltigkeit, Resilienz und Regionalität: viele Ansatzpunkte legen eine neu definierte Rolle der -kleinen Zentren- für neuaufgestellte regionale Kontexte nahe, die innovative Wirtschaftscluster, Lebensqualität, sinnvollen Gebrauch von Ressourcen und neue wertorientierte Leitbilder in Freizeit und Tourismus thematisieren. Wie lässt sich die Substanz von kleinräumiger Zentralität in materieller und struktureller Substanz der LandStädte, ihre Relationalität zu Natur und Ressourcen, und ihr kultureller Hintergrund effektiv und intelligent für die neuen Rollen der LandStädte einsetzen? Mit dieser Leitfrage setzt das Seminar LandStädte im Sommer 2016 die Untersuchung über LandPortraits im Winter 2015/16 fort. 10 Landstädte in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern untersucht: Wie ist die aktuelle Situation dieser Orte im ländlichen Raum? Welche Themen und Fragen für Architektur und Planung lassen sich feststellen, welche Strategien und Visionen gibt es für die Zukunft der Landstädte als Zentren neuer Funktionalität und Bedeutung im ländlichen Raum? Was sind Konzepte für die räumlich-strukturelle und bauliche Entwicklung in der Zukunft? Im Seminar wird die methodische Analyse in den Maßstäben der Orte und ihrer Umgebung (2,5 x 2,5 km als Untersuchungsfeld), und in Maßstäben der Elemente und Muster der Architektur vermittelt und angewandt. Die Feldforschung vor Ort und die Interpretation von räumlichen Themen werden in einer Kartographie dargestellt; in Form von Szenarien werden Entwicklungsperspektiven erarbeitet. Diese Analyse ist nicht neutral - es ist Ziel des Seminar zu zeigen, wie räumlich-architektonische Analyse an aktuelle Werthaltungen und Perspektiven für die Zukunft gebunden ist. Architektur und Siedlungsstrukturen nicht nur als Handlungsfeld, sondern als -Kapital des Territoriums- können für die nachhaltige Entwicklung von Orten und Regionen eine grundsätzlich neuverstandene und aktive Rolle übernehmen: welche Werkzeuge für Analyse und Kommunikation sind dafür zu wählen und zu erfinden? Wieso und wie ist räumliche Analyse untrennbar mit Entwurf verbunden? Wie kann Entwurf als Erkenntniswerkzeug, nicht nur als Handlungswerkzeug für die Zukunft von Land und Stadt genutzt werden? Leistungen: Präsentationen und Diskussionsbeiträge, Dokumentationsbroschüre Ablauf: Feldforschung, Thematische Karten, Szenarien -LandStädte- steht im Zusammenhang mit dem Forschungsprojekt -Regiobranding-, die Abteilung Regionales Bauen und Siedlungsplanung wird dafür gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Hartmann, Sarah, Dipl.-Ing. Universität Hannover SoSe 2016 Lüder, Ines, Dipl.-Ing. Prof. Dipl.-Ing. Schröder Jör