Uni-Siegen
14. März 2017Ethnographie des Computerspiels
Aufgrund notwendiger spezifischer Vorkenntnisse und begrenzter Arbeitsplätze muss die Anmeldung unbedingt bis Ende März per Email erfolgen. Wer Interesse an diesem Projekt hat, wendet sich mit einer Email an den Veranstalter (werber@germanistik.uni-siegen.de) mit der Betreffzeile WOW. Bitte geben Sie an,...
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Jetzt Lernplan erstellenAufgrund notwendiger spezifischer Vorkenntnisse und begrenzter Arbeitsplätze muss die Anmeldung unbedingt bis Ende März per Email erfolgen. Wer Interesse an diesem Projekt hat, wendet sich mit einer Email an den Veranstalter (werber@germanistik.uni-siegen.de) mit der Betreffzeile WOW. Bitte geben Sie an, worin Ihr Forschungsschwerpunkt und Ihre Interesse besteht und teilen Sie mit, ob Sie WoW-Erfahrung haben und auf welchem Level Sie spielen. Es wird nicht vorausgesetzt, dass Sie Spielpraxis haben, ist aber wichtig als Information, um Teams zusammenzustellen und Aufgaben (Beobachtung der Spieler: Supervision) zu verteilen. Eine Anmeldung über LSF ist nicht möglich.
Das Seminar ist forschungs- und projektorientiert und wird im Bereich der -Game Studies- einen neuen Ansatz erproben, der ethnographisch inspiriert ist und dem Forschungsschwerpunkt der Graduiertenschule entspricht. Neben den Graduierten werden Studierende im höheren Semester angesprochen, die ihr Methodenspektrum erweitern wollen oder ein Thema für ihre Master-Arbeit suchen.
Die Teilnehmerzahl muss aus inhaltlichen, technischen und organisatorischen Gründen auf 20 begrenzt werden. Die Betreuungsrelation wird also sehr gut sein (1 zu 4); entsprechend hoch werden die Anforderungen an das Engagement und das Interesse bei allen Teilnehmern sein.
Die Projektidee ist folgende: Wir bilden Expeditionsteams und schicken diese Teams in unerforschtes Terrain: Die World of Warcraft (WoW). Es geht um eine Art von ethnographischer Expedition in eine fremde Kultur, die es wie ein Eingeborenenstamm in Neuguinea oder Brasilien vorurteilslos zu beschreiben gilt. Mir liegt sehr daran, mit den üblichen Vorteilen (Eskapismus, Isolierung, Gewalt etc.) aufzuräumen und nicht bereits alles aus der Medienwirkungsforschung, der Immersionsästhetik, der Medientheorie oder der Informatik schon alles vorab zu wissen, sondern die Regeln, Codes und Praktiken der WoW zu erfahren und teilnehmen zu beobachten. All dies muss auf die Differenz Online/Offline bezogen werden, denn die Teams sind einerseits in der WoW und agieren dort mit ihren Avataren oder kommunizieren über die spieleigene -Teamsprechfunktion-, anderseits sind sie an ihren Computern, wo sie sich selbst beobachten oder den Beobachtungen anderer ausgesetzt sind.
Methodisch steht im Hintergrund die Überzeugung der -Locating Media--Schule, dass eine orts- und situationsbezogene Medienforschung wie jede ethnographische Forschung eine Korrelation dreier Methodengruppen enthält:
(i.) die teilnehmende Beobachtung von Prozessen ‚vor Ort' und ‚in situ' mit begleitenden oder anschließenden Dokumentationsleistungen,
(ii.) die mündliche Untersuchung durch Interviews, Gespräche und Gruppendiskussionen, und
(iii.) eine schriftliche und audiovisuelle Korpuserstellung und schriftliche (und audiovisuelle) Auswertung der ethnographischen Arbeit (mit ihrem wissenschaftlichen Produkt, den Publikationen).
Alle drei Typen sollen erprobt werden.
Aufgrund notwendiger spezifischer Vorkenntnisse und begrenzter Arbeitsplätze muss die Anmeldung unbedingt bis Ende März per Email erfolgen. Wer Interesse an diesem Projekt hat, wendet sich mit einer Email an den Veranstalter (werber@germanistik.uni-siegen.de) mit der Betreffzeile WOW. Bitte geben Sie an, worin Ihr Forschungsschwerpunkt und Ihre Interesse besteht und teilen Sie mit, ob Sie WoW-Erfahrung haben und auf welchem Level Sie spielen. Es wird nicht vorausgesetzt, dass Sie Spielpraxis haben, ist aber wichtig als Information, um Teams zusammenzustellen und Aufgaben (Beobachtung der Spieler: Supervision) zu verteilen. Eine Anmeldung über LSF ist nicht möglich.
Koch, Lars, Dr.
Universität Siegen
SoSe 2010
Germanistik - Neuere deutsche Literaturwissenschaft I
Univ.-Prof. Dr.
Werber Niels