Uni-Siegen
14. März 2017Ethnographie des Sprechens Wahrnehmung gesprochener Sprache
(Fast) jeder Sprecher des Deutschen hat ein feines Gespür für Nuancen des Sprechens, die traditionell regional verortet werden – wir hören selbst minimale Unterschiede in der Artikulation, reagieren auf andere Ausdrucksweisen mit Zuordnungen und auch Bewertungen. Was wird wahrgenommen und...
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Jetzt Lernplan erstellen(Fast) jeder Sprecher des Deutschen hat ein feines Gespür für Nuancen des Sprechens, die traditionell regional verortet werden – wir hören selbst minimale Unterschiede in der Artikulation, reagieren auf andere Ausdrucksweisen mit Zuordnungen und auch Bewertungen. Was wird wahrgenommen und wie wird es beschreiben? Laienwahrnehmungen als Quelle von wissenschaftlichem Wert zu betrachten, ist in der Sprachwissenschaft neu, werden doch subjektive Einschätzungen zur Grundlage gemacht. Im Kurs sollen einerseits die theoretischen Voraussetzungen anhand verfügbarer Literatur erarbeitet werden, andererseits die methodischen Folgerungen weiterentwickelt werden zu eigenständigen Projektvorhaben. Entsprechend ist dieses Seminar ist als Projektseminar konzipiert, in dem die TeilnehmerInnen eigenständige Untersuchungen entwickeln und durchführen. Deshalb wird das Seminar nicht im gewohnten wöchentlichen Rhythmus stattfinden, sondern es umfasst mehrere Arbeitsphasen:
1) die Vorbereitungsphase beginnt mit der ersten Besprechung am 06.März (14.00 Uhr, Raum AR/B/2-2201), bei der Interessenten sich über den Kurs informieren und für den Kurs anmelden können. Diese Vorbesprechung ist verbindlich für die Anmeldung zum Kurs! In der ersten Semesterwoche (03.04.2012) findet dann die Diskussion und Vergabe der Projekte statt. Das bedeutet, dass sich die Teilnehmer bereits im Vorfeld in die Literatur eingearbeitet haben.
2) Ab der zweiten Sitzung am 17.04. wird vertiefend der theoretische und methodische Rahmen der Wahrnehmungsdialektologie diskutiert. Dafür sind ca. 3 Sitzungen vorgesehen, bei Bedarf auch mehr.
3) Danach beginnt die eigentliche Projektphase, während der keine wöchentlichen Seminarsitzungen stattfinden. Die einzelnen Projektgruppen entwickeln und führen in dieser Zeit ihr Projekt durch. Konsultationen sind bei Bedarf wöchentlich möglich.
4) Die Vorstellung und Auswertung der einzelnen Projekte erfolgt in einer Kompaktphase in der letzten Semesterwoche. Diese findet am Freitag 13.07. von 14 bis 18 Uhr, am Samstag, 14.07. von 10 bis 18 Uhr und, bei Bedarf, am Sonntag von 11-15 Uhr im Raum AR-B 2-2201 statt.
Literatur:
Anders, Christina A., Markus Hundt, Alexander Lasch (Hrsg) 2010. ‚Perceptual Dialectology’. Neue Wege der Dialektologie. Berlin: deGruyter.
Germanistik - Sprachwissenschaft III
Universität Siegen
SoSe 2012
Priv.-Doz. Dr.
Nowak Elke Priv Doz