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Uni-Kassel
14. März 2017

Exkursion Seminar Politik Parteien Protest Deutschland Frankreich nach 1968

Das Seminar hat zum Ziel, Studierenden den Reiz des eigenständigen Forschens näher zu bringen. Für ein Thema aus dem Bereich Deutschland / Frankreich eignet sich kaum ein Ort besser dafür als die FrankreichBibliothek am DeutschFranzösischen Institut (DFI) in Ludwigsburg, die...

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Das Seminar hat zum Ziel, Studierenden den Reiz des eigenständigen Forschens näher zu bringen. Für ein Thema aus dem Bereich Deutschland / Frankreich eignet sich kaum ein Ort besser dafür als die FrankreichBibliothek am DeutschFranzösischen Institut (DFI) in Ludwigsburg, die wohl führende deutsche Informations und Dokumentationseinrichtung zum aktuellen Frankreich und zum deutschfranzösischen Verhältnis nach 1945. Dankenswerterweise stellt das DFI seine vorzügliche Infrastruktur zur Verfügung und bietet der -Forschergruppe- aus Kassel neben einer Einführung in die Recherchemöglichkeiten und Dienstleistungen einen eigenen Seminarraum zur Diskussion und Präsentation der Ergebnisse sowie ein kleines Rahmenprogramm. Inhaltlich geht es darum, Einblicke in die Spezifik von Politik und Protest in beiden Ländern zu gewinnen und eine Idee zu entwickeln, welche Herausforderungen -die Grenzen des Wachstums- sowie beschleunigte soziokulturelle Wandlungsprozesse im Nachklang der Studentenbewegungen mit sich brachten. Andererseits hat das Seminar einen Fokus, der einen Kernbereich politischer Kultur in westlichen Demokratien trifft, nämlich unterschiedliche Facetten von -StraßenPolitik- in Abgrenzung von -etablierten Politikformen- in Parlamenten und Parteien. Herausgearbeitet werden soll, welchen politischkulturellen Mustern französische bzw. deutsche -StraßenPolitik- gehorcht, wie ähnlich oder unterschiedlich Proteste sich ausgeprägt und wie ähnlich oder unterschiedlich staatliche Stellen darauf reagiert haben. Läßt sich -die Straße- hier wie da als ein Raum zur Durchsetzung politischer Anliegen von Menschen begreifen, die sich in der -Großen Politik- unzureichend repräsentiert sehen? Welche strukturellen und konjunkturellen Faktoren müssen zusammenkommen, damit -die Straße- zum Faktor von Politik wird? Welche sind zentrale Voraussetzungen für den Erfolg von Protestbewegungen? Einführende Literatur: JeanJacques Becker, Crises et alternances 19742000, 2. Auflage, Paris (Seuil) 2002; Mathias Bernard, La France de 1981 à 2002. Le temps des crises?, Paris (Le Livre de poche) 2005; Pierre Bréchon / Annie Laurent / Pascal Perrineau (Hg.), Les cultures politiques des Français, Paris (Presses de Sciences Po) 2000; Olivier Duhamel, Le pouvoir politique en France, 5. Auflage, Paris (Seuil) 2005; Olivier Fillieule, Stratégies de la rue. Les manifestations en France, Paris (Presses de Sciences Po) 1997; Norbert Frei (Hg.), 1968. Jugendrevolte und globaler Protest, München (DTV) 2008; Dietmar Hüser / Christine Göttlicher (Hg.), Frankreichs Empire schlägt zurück. Gesellschaftswandel, Kolonialdebatten und Migrationskulturen im frühen 21. Jahrhundert, Kassel (University Press) 2010; Hartmut Kaelble, Kalter Krieg und Wohlfahrtsstaat. Europa 19451989, München (Beck) 2011; Jacques Marseille, Du bon usage de la guerre civile en France, Paris (Perrin) 2006; Danielle Tartakowsky, Le pouvoir est dans la rue. Crises politiques et manifestations en France, Paris (Aubier) 1998. FB 05 Gesellschaftswissenschaften Uni Kassel WiSe 2012/13 Politikwissenschaften Prof. Dr. Hüser Dietmar