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Uni-Siegen
14. März 2017

Exotismus Zum medialen Verhältnis von europäischer und japanischer Kultur

Exotismus bezieht sich auf ‚fremde

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Exotismus bezieht sich auf ‚fremde' und ‚fremdländische' Phänomene, deren ästhetische Bewertung als das Fremde, als der Reiz des Andersartigen - insbesondere als -erotisch konnotierter Reiz des Fremden- - sich in Literatur, Musik und Bildender Kunst seit der ersten Hälft des 19. Jahrhunderts findet. Verstanden als Diskurs, für den das ‚Exotisch-Fremde' als Projektionsfläche eigener Vorstellungen, Wünsche und Phantasien fungiert, handelt es sich hier um ästhetische wie auch künstlerische Auseinandersetzungen mit ‚exotischen' Phänomenen oder Kulturen. Im Zentrum dieses Seminars steht der japonisme oder Japanismus, der auf Japan bezogene Exotismus des 20. Jahrhunderts, und zwar am Beispiel der Inszenierungsformen der Madame Butterfly. Ihre Geschichte ist ein Musterbeispiel nicht nur der westlichen Wahrnehmung von Japan, sondern auch anderer fremder Kulturen. Fokussiert auf die Intermedialität um 1900 der Oper (Giacomo Puccini), der Literatur (Pierre Loti) und des Films (Fritz Lang) sollen u.a. folgende Themen diskutiert werden - Welche medialen Inszenierungen dienen der Repräsentation von Japan als exotischem Land - Inwiefern läßt sich die kulturelle Begegnung von Japan und Europa als mediale Konfrontation begreifen? - Wie stellt sich das Verhältnis von Exotismus zu den postkolonialen Theorien einschließlich Orientalismus dar? - - - Das Thema Interkulturalität - insbesondere Exotismus, Postkolonialität oder auch Globalisierung - soll bei den Fallstudien zu den japanischen Kunstprodukten (Tawada Yoko, Saegusa Shigeaki u.a.) behandelt werden. An dem Seminar kann nur teilnehmen, wer sich verpflichtet, an allen Sitzungsterminen teilzunehmen. Teilnahmezahl begrenzt auf 30 Personen. Literatur und Referatsthemen werden zu Beginn des Semesters bekannt gemacht. FB 3 - Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaften Universität Siegen SoSe 2010 Priv.-Doz. Dr. Lee Hyunseon Priv Doz