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Uni-München
14. März 2017

Forschungsseminar Bildwissenschaft und Visual Culture Studies Inter und transdisziplinäre Perspektiven für die Theaterwissenschaft Themen und Konzepte der Theatertheorie Wiens

Ausgehend vom Befund eines -Pictorial Turn- (W.J.T.Mitchell) bzw. -Iconic Turn- (G.Boehm) arbeiten seit den 1990er Jahren verschiedene Disziplinen (Kunstgeschichte, Medienwissenschaft u.a.) daran, Phänomene wie Werbung, Malerei, Fotographie, TV, Kino sowie den jüngsten Medienwechsel (Digitalmedien) zu untersuchen. Das verbindende Anliegen besteht...

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Ausgehend vom Befund eines -Pictorial Turn- (W.J.T.Mitchell) bzw. -Iconic Turn- (G.Boehm) arbeiten seit den 1990er Jahren verschiedene Disziplinen (Kunstgeschichte, Medienwissenschaft u.a.) daran, Phänomene wie Werbung, Malerei, Fotographie, TV, Kino sowie den jüngsten Medienwechsel (Digitalmedien) zu untersuchen. Das verbindende Anliegen besteht in einer gesteigerten Aufmerksamkeit für Bilderfragen und zielt – unter dem Leitbegriff ‚Visual Culture’ – auf die weitreichende Beobachtung eines kulturellen Wandels in der Produktion und Rezeption von Bildern, im Kontext einer je zeit- und ortsspezifischen Öffentlichkeit: Zentral wird dabei die Frage nach Konfigurationen des Zeigens und Wahrnehmens, nach ‚Kulturen des Blicks’. – Zumal es zu den Kernkompetenzen des Theaters gehört, Zeigen und Sehen zu konfigurieren, Prozesse visueller Vergegenwärtigung ästhetisch zu reflektieren, mithin thematisch zu machen und beim Publikum Erfahrungen eines ‚sehenden Sehens’ hervorzurufen, sind v.a. die Bühnen des Gegenwartstheaters in diesem Sinne geradezu zum Experimentierfeld geworden. Das Seminar zielt – unter Berücksichtigung bereits vorliegender Ansätze (Röttger/Jackob u.a.) – darauf ab, Anschlüsse zwischen Bildwissenschaft/ Visual Studies und Theaterwissenschaft zu erarbeiten; dies geschieht in der Lektüre und Diskussion einschlägiger theoretischer Positionen, verbunden mit in der Analyse ausgewählter Inszenierungsbeispiele (einschließlich gemeinsamer Aufführungsbesuche). Neben Fragen der Rezeptionsästhetik soll uns dabei besonders die – im theaterwissenschaftlichen Diskurs bisher zu kurz gekommene – Frage nach den produktionsästhetisch zum Einsatz kommenden Bildpraktiken, nach Bild-Wissen und visuellen ‚Phänomenotechniken’ interessieren. Literatur zum Einlesen: Doris Bachmann-Medick: -Iconic Turn-, in: dies.: Cultural Turns. Neuorientierungen in den Kulturwissenschaften. Reinbek bei Hamburg 2006, 329-380. Gottfried Boehm (Hg.): Was ist ein Bild? München 2006. W.J.T.Mitchell: Picture Theory. Chicago, London 1994; ders.: What do Pictures want? The Lives and Loves of Images. Chicago, London 2005. A.Jackob, K.Röttger (Hg.): Theater und Bild. Inszenierungen des Sehens. Bielefeld 2009. Marius Rimmele, Bernd Stiegler: Visuelle Kulturen/Visual Culture. Hamburg 2012. Rania Gaafar (Hg.): Phänomenotechniken in den visuellen Künsten. Medien, Experiment, Wissen. Paderborn (erscheint voraussichtl. Ende 2015). W3-Professur für Theaterwissenschaft (Univ. Prof. Dr. Christopher Balme) Leistungsnachweis MA Theaterwissenschaft (WP 5.1): • Referat (ca. 20 Minuten) und Hausarbeit (50.000-60.000 Zeichen) • oder: Referat (ca. 45 Minuten) und Hausarbeit (30.000-40.000 Zeichen) 9 ECTS, in Modul(prüfung) -Theoretische Diskurse des Theaters- mit Projektübung -Studien zu Theorien von Theater und Performance- (6 ECTS) insgesamt 15 ECTS -------------------------- Leistungsnachweis MA Profilbereich (WP TW 8.1): • Referat (ca. 20 Minuten) und Hausarbeit (50.000-60.000 Zeichen) • oder: Referat (ca. 45 Minuten) und Hausarbeit (30.000-40.000 Zeichen) 9 ECTS LMU München SoSe 2015 Univ.Prof.Dr. Wiens Birgit