Uni-Düsseldorf
14. März 2017Kolloquium Konfliktmanagement
Ausgehend davon, dass Konflikte weder per se negativ, noch gänzlich vermeidbar sind, zielt das Konfliktmanagement auf den effizienten Umgang mit Konflikten ab. Verhandlung, Mediation und Schlichtung sind hierbei nicht isoliert, sondern als Teile eines breiten Spektrums möglicher Streitbeilegungsmethoden zu betrachten....
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Jetzt Lernplan erstellenAusgehend davon, dass Konflikte weder per se negativ, noch gänzlich vermeidbar sind, zielt das Konfliktmanagement auf den effizienten Umgang mit Konflikten ab.
Verhandlung, Mediation und Schlichtung sind hierbei nicht isoliert, sondern als Teile eines breiten Spektrums möglicher Streitbeilegungsmethoden zu betrachten. Als solche stellen sie für den Juristen Alternativen im Rahmen des Konfliktmanagements dar. Ziel dieser Streitbehandlungslehre ist es, ein möglichst vielfältiges Verfahrensspektrum zur Verfügung zu stellen, aus dem die jeweils beste Bearbeitungsmethode für konkrete Konflikte ausgewählt werden kann. Ausgangs- und Bezugspunkt ist hierbei stets das Gerichtsverfahren als traditionelle Methode der Streitbeilegung.
Inhaltlich werden in der Veranstaltung insbesondere folgende Themen behandelt: Verhandlungsmanagement (hier insbesondere Verhandlungsführung, Verhandlungsprozesse, Verhandlungsplanung, Verhandlungstaktiken), ADR im internationalen Vergleich, Inhalt und Bedeutung des seit 2012 in Deutschland existierenden -Gesetz zur Förderung der Mediation und anderer Verfahren der außergerichtlichen Konfliktbeilegung-, Konflikttypologien und deren Bedeutung, Analyse der Konflikten innewohnenden Eigendynamiken und deren effiziente Behandlung, Mediation, Schlichtung, Konsensuale Streitbeilegung im Rahmen der Schiedsgerichtsbarkeit, hybride Vermittlungsmodelle.
Zudem: Wie führe ich interessenorientierte Verhandlungen? Was ist ein distributiver und was ein integrativer Verhandlungsansatz und wozu dient diese Unterscheidung? Welche Vor- und Nachteile bringen die einzelnen Streitbeilegungsverfahren mit sich? Was ist SEAM und wozu dient eine sogenannte Med-Arb?
Bestandteil der Veranstaltung sind neben der Vermittlung von theoretischen Inhalten auch viele praktische Übungen.
Empfehlungen werden in der Veranstaltung erteilt
BemerkungDie Veranstaltung vermittelt interdisziplinäre Schlüsselqualifikationen nach § 7 Abs.2 und § 5 a Abs. 3 S.1 DRiG (Kommunikationsfähigkeit, Gesprächsführung, Fragetechnik, Streitschlichtung und Mediation). Die Teilnahme ermöglicht den Erwerb eines Teilnahmescheins.
VoraussetzungenKeine
Rechtswiss. f. ausländ. Juristen (OA, PO 2000)
Universität Düsseldorf
WiSe 2015/16
Ewerhart Nicole