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Uni-München
14. März 2017

Forschungsseminar Drama und Theater in Afrika Themen und Konzepte der Theaterhistoriographie Aktuelle Forschungsdiskussionen Englhart

Das Theater der Gegenwart ist transkultureller Teil einer interdependenten Welt der Glokalisierung, die Dramen- und Theatergeschichte ist durchdrungen von Einflüssen ‚anderer’ Kulturen. Aktuelle Theatertheorie und -praxis basieren auf ‚fremden’ Ritualformen und dramatischen Strukturen. Trotzdem werden weite Regionen in Afrika, Indien,...

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Das Theater der Gegenwart ist transkultureller Teil einer interdependenten Welt der Glokalisierung, die Dramen- und Theatergeschichte ist durchdrungen von Einflüssen ‚anderer’ Kulturen. Aktuelle Theatertheorie und -praxis basieren auf ‚fremden’ Ritualformen und dramatischen Strukturen. Trotzdem werden weite Regionen in Afrika, Indien, China, Japan oder Südamerika theaterwissenschaftlich wenig diskutiert. Im Seminar werden wir die schon aufgrund ihrer geographischen Größe sowie kulturellen und sprachlichen Vielfalt eigentlich nicht als Einheit zu verstehenden afrikanischen, genauer sub-saharischen Kulturen und deren theaterästhetische sowie -institutionelle Landschaften in den Blick nehmen, u. a. anhand exemplarischer Texte etwa von Kobina Sekyi, Coffi Gadeau, Sylvain Bemba, Sony Labou Tansi, Oyono-Mbia, Ebrahim Hussein, Ngugi wa Thiong’o, Ngugi wa Mirii, Christina Ama Ata Aidoo, Wole Soyinka und Aufführungen im Spannungsverhältnis zwischen Schriftlichkeit und Mündlichkeit, europäischem Einfluss und spezifisch Afrikanischem vor dem historischen Hintergrund der (De- und Neo-)Kolonialisierung. Wie gelingt es der ästhetisch-dramaturgischen Kreativität des afrikanischen Dramas und Theaters (Joachim Fiebach), der Schwierigkeit, die mehrdimensionalen afrikanischen Realitäten kritisch zu verhandeln, produktiv zu begegnen? Literatur zur Einführung: Martin Banham (Hg.): A History of Theatre in Africa, Cambridge 2008. Manfred Brauneck: Kleine Weltgeschichte des Theaters, München 2014. Joachim Fiebach: Welt Theater Geschichte. Eine Kulturgeschichte des Theatralen, Berlin 2015. Francis Harding (Hg.): The Performance Arts of Africa. A Reader, London 2002. W3-Professur für Theaterwissenschaft (Univ. Prof. Dr. Christopher Balme) Leistungsnachweis MA Theaterwissenschaft (WP 4.1): Referat (ca. 20 Minuten) und Hausarbeit (50.000-60.000 Zeichen) oder Referat (ca. 45 Minuten) und Hausarbeit (30.000-40.000 Zeichen) 9 ECTS, in Modul(prüfung) -Neue Forschungsperspektiven- mit Projektübung -Kandidatenkolloquium- (6 ECTS) insgesamt 15 ECTS --------------------- Leistungsnachweis Magister/Diplom: Referat und Hausarbeit LMU München WiSe 1617 PD Dr. phil. Englhart Andreas phil