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14. März 2017Geschichte des spanischen Wortschatzes
Der Wortschatz ist der Teil der Sprache, der die außersprachliche Wirklichkeit am unmittelbarsten und deutlichsten widerspiegelt und auf diese Weise auch Aufschluss über deren Wandel geben kann: So führt der Kontakt mit fremden Sprachen zu Lehneinflüssen, Veränderungen im Umfeld führen...
Was lernst du wirklich?
In diesem Seminar tauchst du tief in die Welt des spanischen Wortschatzes ein. Du lernst, wie sich Wörter über die Zeit entwickeln, welche Einflüsse sie prägen und wie sie in verschiedenen Regionen oder sozialen Gruppen variieren. So verstehst du nicht nur die Geschichte, sondern auch die aktuelle Vielfalt der spanischen Sprache.
Das wirst du lernen
- Die Grundlagen der Lexikologie und Wortschatzforschung verstehen.
- Die Entwicklung des spanischen Wortschatzes über die Zeit (diachron) und seine aktuelle Struktur (synchron) analysieren.
- Mechanismen der Wortschatzerweiterung wie Bedeutungswandel, Entlehnung und Wortbildung erklären.
- Regionale, soziale und stilistische Variationen des spanischen Wortschatzes identifizieren und beschreiben.
- Den Einfluss anderer Sprachen auf das Spanische (Substrate, Superstrate, Adstrate) nachvollziehen.
Passende Berufsfelder
Sprachwissenschaftliche Forschung und LehreÜbersetzung und Lokalisierung (Spanisch)Sprachlehrerausbildung und DidaktikKultur- und Medienwissenschaften (mit Fokus auf den spanischsprachigen Raum)Internationale Kommunikation und Redaktion
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Der Wortschatz ist der Teil der Sprache, der die außersprachliche Wirklichkeit am unmittelbarsten und deutlichsten widerspiegelt und auf diese Weise auch Aufschluss über deren Wandel geben kann: So führt der Kontakt mit fremden Sprachen zu Lehneinflüssen, Veränderungen im Umfeld führen zu veränderten Bezeichnungsnotwendigkeiten. Dabei ist der Wortschatz so vielschichtig wie die Sprechergemeinschaft, die Gebrauchssituationen und das Verbreitungsgebiet.
Das Seminar widmet sich dem spanischen Wortschatz sowohl aus synchroner wie aus diachroner Sicht. Zunächst wird der Gegenstandsbereich der Lexikologie, also die materielle und inhaltliche Erforschung und Beschreibung des Wortschatzes, näher umrissen. So sollen etwa auch verschiedene Möglichkeiten einer synchronen strukturellen Beschreibung und Klassifizierung des Wortschatzes demonstriert werden, etwa die unterschiedlichen 'Inhaltsrelationen' zwischen Lexemen oder das 'Wortfeld' als globale lexikalische Strukturform. Darüber hinaus werden wir uns mit den grundsätzlichen Möglichkeiten der Erweiterung des Wortschatzes (Bedeutungswandel, Entlehnung und Wortbildung) beschäftigen.
Im Anschluss soll die diasystematische Schichtung des spanischen Wortschatzes untersucht werden. Der historischen Schichtung kommt dabei besondere Beachtung zu: Substrate, Superstrate sowie Adstrate des Spanischen werden im Hinblick auf die Lexik näher betrachtet.
Ein weiterer Bestandteil des Seminars ist die Beschäftigung mit der diatopischen (z.B. lexikalische Unterschiede zwischen dem peninsularen und dem amerikanischen Spanisch) sowie diastratischen und diaphasischen Variation, d.h. Schicht- oder altersbedingte Unterschiede, gruppenspezifische Lexik, Jugendsprache etc. Auch Archaismen und Neologismen sind neben Lehnwörtern und deren Integration in den spanischen Wortschatz Gegenstand des Seminars.
Zum Einstieg:
Metzeltin, Michael (1992): -Spanisch: Etymologie und Geschichte des Wortschatzes. Etimología e historia del léxico-. In: Holtus, Günter et al. (eds.): Lexikon der Romanistischen Linguistik (=LRL) VI, 1. Tübingen: Niemeyer. 440-457.
Pöll, Bernhard (2002): Spanische Lexikologie. Eine Einführung. Tübingen: Narr.
Schifko, Peter (1992): -Spanisch: Lexikologie und Semantik. Lexicología y semántica-. In: Holtus, Günter et al. (eds.): Lexikon der Romanistischen Linguistik (= LRL) VI,1. Tübingen: Niemeyer. 132-148.
Romanisches Seminar
Beachten Sie, dass Sie diesen Kurs nach den Prüfungsordnungen ab 2011 nicht besuchen dürfen, wenn Sie die für dieses Modulelement laut Fachspezifischen Bestimmungen und Modulhandbuch notwendigen Voraussetzungen noch nicht erfüllen.
Universität Siegen
20151 SoSe 2015
Dr.
Sälzer Sonja