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Uni-Siegen
14. März 2017

Gramática de la lengua castellana von Nebrija als Bezugspunkt späterer Grammatiken

Die Gramática de la lengua castellana von Antonio de Nebrija ist als erste Grammatik des Kastilischen ein -wichtiger Meilenstein- in der Geschichte der romanischen Sprachwissenschaft (Braselmann 1991: VII). Im Seminar soll zunächst Nebrijas Sprach-und Grammatikkonzeption herausgearbeitet werden. Dabei wird das...

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Die Gramática de la lengua castellana von Antonio de Nebrija ist als erste Grammatik des Kastilischen ein -wichtiger Meilenstein- in der Geschichte der romanischen Sprachwissenschaft (Braselmann 1991: VII). Im Seminar soll zunächst Nebrijas Sprach-und Grammatikkonzeption herausgearbeitet werden. Dabei wird das geistige Klima, das die Grammatik umgibt, als Rekonstruktionsrahmen für deren Analyse nutzbar gemacht. Wir werden uns in einem ersten Schritt erarbeiten, was Nebrija selbst unter den von ihm verwendeten grammatischen Begriffen und Termini versteht (wobei auch ältere (lateinische) Grammatiktraditionen berücksichtigt werden sollen), um dann in einem zweiten Schritt diese Aspekte in der modernen Linguistik zu verorten. Im zweiten Teil des Seminars wenden wir uns der Frage zu, inwiefern Nebrijas Grammatik als Bezugspunkt für spätere Grammatiken (v.a. solche aus dem 16. und 17. Jahrhundert) dient. Dabei soll den in der Sekundärliteratur widersprüchlichen Annahmen nachgegangen werden, der zufolge a) alle im Siglo de Oro erschienenen spanischen Grammatiken von der kastilischen Grammatik Nebrjas inspiriert worden oder gar Plagiate derselben seien (vgl. Ramajo Caño 1987:11). b) die Grammatiker des Siglo de Oro die Gramática de la lengua castellana gar nicht kannten (vgl. Lope Blanch 1958: 402). Auf diese Weise wird die Grammatik Nebrijas zum Einen innerhalb der spanischen Grammatikographie verortet und zum Anderen können deren Erkenntnisse für die moderne Linguistik aufgezeigt werden. Romanistik - Sprachwissenschaft Beachten Sie, dass Sie diesen Kurs nach den Prüfungsordnungen ab 2011 nicht besuchen dürfen, wenn Sie die für dieses Modulelement laut Fachspezifischen Bestimmungen und Modulhandbuch notwendigen Voraussetzungen noch nicht erfüllen. Sie sollten die Bereitschaft mitbringen, sich sowohl mit Primär- als auch mit Sekundärtexten auseinanderzusetzen (d.h. gleichzeitig, dass gute Spanisch-und Lateinkenntnisse von Vorteil sind). Universität Siegen WiSe 2014/15 6 Dr. A Sälzer Sonja 6 A