Hauptseminar 1968 die Literatur und die Medien HS LitWiss
Seit einem Jahr wird in der deutschen Publizistik eine z.T. erbitterte Kontroverse um die politische und kulturelle Bedeutung von 1968 geführt. Anlass dazu ist, dass sich das Jahr, das den Höhepunkt einer Protestbewegung darstellt, die wesentlich von Studierenden getragen wurde,...
Was lernst du wirklich?
Dieses Seminar beleuchtet die tiefgreifenden Auswirkungen des Jahres 1968 auf die deutsche Literatur und Medienlandschaft. Du untersuchst, wie die Protestbewegung neue Genres, Autoren und kritische Ansätze in der Literaturwissenschaft hervorbrachte und welche Rolle verschiedene Medien dabei spielten. Ein spannendes Projekt ist die gemeinsame Erstellung einer Ausstellung zu diesem prägenden Jahrzehnt.
Das wirst du lernen
Die politische und kulturelle Bedeutung von „1968“ für Deutschland kritisch einordnen können.
Den Einfluss der 68er-Bewegung auf literarische Genres, Autoren und die Literaturwissenschaft analysieren.
Die Wechselwirkungen zwischen Literatur, Film, Fernsehen und anderen Medien im Kontext von „1968“ verstehen.
Konzepte der Literatur- und Medienanalyse auf historische Ereignisse anwenden.
Ein Ausstellungskonzept zu einem kulturhistorischen Thema entwickeln und umsetzen.
Passende Berufsfelder
Kulturjournalismus und PublizistikVerlagswesen und LektoratMuseumsarbeit und AusstellungsmanagementWissenschaft und Forschung (Literatur-, Medien- und Kulturwissenschaft)
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Seit einem Jahr wird in der deutschen Publizistik eine z.T. erbitterte Kontroverse um die politische und kulturelle Bedeutung von 1968 geführt. Anlass dazu ist, dass sich das Jahr, das den Höhepunkt einer Protestbewegung darstellt, die wesentlich von Studierenden getragen wurde, zum vierzigsten Male jährt. Für die germanistische Literaturwissenschaft, der 1968 eine kritische Revision ihrer Methoden und ihrer Geschichte brachte, gibt es Gründe genug, sich in diese Debatte einzumischen und zu fragen, was 1968 für die Einstellung zur Literatur, für die Innovierung der literarischen Genres, die Neuzuschreibungen an Autoren usw. brachte. Die Fülle des Materials, das hier befragen ist, lässt in der Veranstaltung nur das Herausarbeiten bestimmter Teilaspekte zu, wobei die Berücksichtigung medialer Entwicklungen von der Sache her selbst geboten scheint. Bei der Thematisierung der Auswirkung von 1968 auf Literatur und Medien ist der Bogen zu spannen vom Theater, über Dramen, Roman, Lyrik, Film und Fernsehen bis hin zu der Wende in der Kinder- und Jugendliteratur. Dabei wird rasch erkennbar, dass 1968 nur eine Chiffre sein kann für eine literarische und mediale Entwicklung die früh in den sechziger Jahren begann und bis in das folgende Jahrzehnt andauerte, ihren Kulminationspunkt aber zwischen 1967 und 1969 hatte. Um die Zusammenarbeit im Seminar zu fördern, ist geplant, gemeinsam eine Ausstellung zu 1968 zusammenzustellen, die noch im Laufe des Sommersemesters präsentiert werden soll. Die Mitarbeit an diesem Projekt wird im Sinne einer aktiven Teilnahme am Seminar vorausgesetzt. Eine Anmeldung zum Seminar soll in der vorlesungsfreien Zeit erfolgen, damit entsprechende Arbeitsgruppen gebildet werden können.
An umfangreicheren 68er Texten ist bis zu Vorlesungsbeginn zu lesen:
Kursbuch 15
B. Vesper: Die Reise
P. Timm: Heißer Sommer
P. Weiss: VietNam Diskurs
FB 02 Institut für Germanistik
Uni Kassel
SS 2008
Germanistische Sprachwissenschaft
Prof. i.R.
Seibert Peter i.R