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Uni-Kassel
14. März 2017

Hauptseminar Aristoteles De anima Über die Seele

Der griechische Begriff -psychê-, den wir heute in -Psychologie- wiederfinden und der mit -Seele- übersetzt werden kann, erscheint sperrig. Doch die Frage, ob es so etwas wie -Seele- überhaupt gibt, geht bei Aristoteles ins Leere: -Seele- ist genau dasjenige, was...

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Der griechische Begriff -psychê-, den wir heute in -Psychologie- wiederfinden und der mit -Seele- übersetzt werden kann, erscheint sperrig. Doch die Frage, ob es so etwas wie -Seele- überhaupt gibt, geht bei Aristoteles ins Leere: -Seele- ist genau dasjenige, was ein lebendiges Wesen von einem leblosen Gegenstand unterscheidet bzw. dasjenige, was z.B. einen Menschen von einem menschlichen Leichnam unterscheidet. Wie -Seele- in einem solchen Sinne verstanden werden kann und welche Arten von -Seele- unterschieden werden können, das untersucht Aristoteles in De anima. Aristoteles unterscheidet hier nicht alleine Stufen des Lebendigen und arbeitet so der Biologie zu; die zentrale Herausforderung des Textes besteht in der Rekonstruktion und Diskussion der Theorie der sinnlichen Wahrnehmung und vor allem auch der (darauf aufbauenden) Erkenntnistheorie bzw. der Theorie des Intellekts, die hier zu finden ist und die den Menschen in eine Sonderrolle (in Unterscheidung zu den anderen Tieren) erhebt. Für die Seminararbeit wird die Übersetzung von Theiler empfohlen. Literatur: i) Aristoteles: Über die Seele. Nach der Übersetzung von Theiler, überarbeitet von H. Seidl (gr.-deu.), Meiner 1998. ii) Aristoteles: Über die Seele. In der Übersetzung von Willy Theiler, Akademie-Verlag, Berlin 1973. iii) Ergänzend: On the soul. In der Übersetzung von Smith. Revised Oxford Translation (Barnes Hg.), Princeton 1984. (Engl.) Aristotle’s De anima: Kommentierte Übersetzung der Bücher II und III von Hamlyn. (Engl.) Oxford 1968. FB 02 Institut für Philosophie Uni Kassel SoSe 2015 Lehrveranstaltungspool FB 02 Philosophie der Wissensformen Dr. Timme Rainer