Uni-München
14. März 2017Hauptseminar Deutsche Syntaxanalyse im Formalismus der Lexical Functional Grammar mit Implementierungsübungen
Die Lexical-Functional Grammar (LFG) ist eine Grammatiktheorie, die als Seitenzweig und Weiterentwicklung der generativen Grammatik entstanden ist. Sie ist erfolgreich für die Analyse von typologisch ganz unterschiedlichen Sprachen angewendet worden, so auch auf das Deutsche. Ein besonderes Merkmal der LFG...
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Jetzt Lernplan erstellenDie Lexical-Functional Grammar (LFG) ist eine Grammatiktheorie, die als Seitenzweig und Weiterentwicklung der generativen Grammatik entstanden ist. Sie ist erfolgreich für die Analyse von typologisch ganz unterschiedlichen Sprachen angewendet worden, so auch auf das Deutsche. Ein besonderes Merkmal der LFG ist ihre hohe formale Stringenz, die es ermöglicht, relativ leicht eine syntaktische Analyse oder gar eine ganze Grammatik in maschinenlesbare Form zu bringen. Das heißt, man kann selbst eine kleine Grammatik schreiben, auf deren Grundlage der Computer dann Sätze selbständig analysiert, die man ihm zur Analyse vorlegt. Wenn unsere selbst geschriebene Grammatik unzureichend ist -- und das ist sie v.a. am Anfang ganz bestimmt --, sieht man das daran, dass der Computer erwünschte Strukturen nicht erkennen kann, oder dass er unerwünschte Sätze, die eigentlich nicht funktionieren sollten, trotzdem zulässt. Dadurch können wir die computerlinguistische Implementierung als wertvolles didaktisches Instrument nutzen, um die Leistungsfähigkeit und Grenzen unserer linguistischen Analysen genau auszutesten.
In dem Seminar werden wir uns zunächst mit den wichtigsten konzeptuellen Grundlagen der LFG vertraut machen. Wir werden dann in kleinen Schritten einen immer größer werdenden Ausschnitt der deutschen Syntax implementieren, dabei die Grundkonzepte anwenden und uns jeweils überlegen, wie wir damit besondere Knacknüsse der deutschen Syntax in den Griff bekommen können. Es sind dafür keine Programmierkenntnisse nötig -- alles, was Sie technisch können müssen, wird im Seminar selbst schrittweise erarbeitet.
Bitte beachten Sie: Es handelt sich um ein Kompaktseminar in der ZWEITEN Semesterhälfte, dann jeweils in wöchentlichen vierstündigen Doppelsitzungen. Eine obligatorische technische Vorbesprechung findet in der ersten Semesterwoche statt.
Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften
Grundsätzlich gilt für alle Studiengänge:
Wenn es alternative Prüfungsformen gibt, dann liegt die Wahl der Prüfungsform bei dem/der Prüfenden.
B.A.-Hauptfach Germanistik:
Hausarbeit (ca. 40.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet.
Alle Lehrämter Deutsch (modularisiert) inklusive MA Berufliche Bildung (TUM) und MA Wipäd:
Hausarbeit (30.000-40.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet.
M.A. Germanistische Linguistik (vorläufig, weil Satzung noch nicht rechtskräftig):
Forschungsorientierte Seminararbeit (ca. 45.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet.
Im Rahmen des Profilbereichs in Masterstudiengängen (vorläufig, weil Satzung noch nicht rechtskräftig):
Forschungsorientierte Seminararbeit (ca. 45.000 Zeichen)
Wichtig:
Für alle Studiengänge gilt: Rechtsverbindlich ist nur die jeweilige Prüfungs- und Studienordnung in der jeweils aktuell gültigen Fassung.
LMU München
SoSe 2015
Univ.Prof.Dr.
Seiler Guido