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Uni-Essen
14. März 2017

Hauptseminar Die Figur in Literatur und Film

Der erste Zugang zu literarischen Texten und Filmen findet meist über die Figuren statt. Ihr mehr oder weniger vorhandenes Identifikationspotenzial kann Lesende und Zuschauer involvieren oder distanzieren. So basiert auch die Analyse von Figuren oft auf Einfühlung, was bis zu...

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Der erste Zugang zu literarischen Texten und Filmen findet meist über die Figuren statt. Ihr mehr oder weniger vorhandenes Identifikationspotenzial kann Lesende und Zuschauer involvieren oder distanzieren. So basiert auch die Analyse von Figuren oft auf Einfühlung, was bis zu einem gewissen Grad legitim und notwendig ist, aber oftmals zu subjektiv und für andere nicht nachvollziehbar bleibt. Die Figurentheorie kann dabei helfen, die subjektiven Eindrücke mit objektiven Belegen zu untermauern. Sie systematisiert die Figurenanalyse außerdem durch diverse Kategorien und ermöglicht damit eine dichtere Beschreibung. In dem Seminar soll keine Figurentheorie gelesen, sondern sie soll in der Praxis, an Literatur- und Filmbeispielen angewendet werden. Theoretische Texte werden allerdings im Semesterapparat zur Verfügung gestellt, mit der Empfehlung, diese zu lesen. Bei der Anfertigung von Hausarbeiten muss theoretische Literatur rezipiert werden. Die Literatur- und Filmbeispiele stehen noch nicht endgültig fest. Es wird sich um Werke handeln, in denen die Figurenkonzeption eher artifiziell ausfällt. Mit Sicherheit wird ein Film von Alfred Hitchcock behandelt werden, wahrscheinlich REBECCA (USA 1940). Außerdem werden vermutlich Theodor Fontanes Frau Jenny Treibel (1892), Thomas Manns Der Tod in Venedig (1912) und Kathrin Rögglas wir schlafen nicht (2004) gelesen werden. Als aktuelles filmisches Beispiel wird neben dem Spielfilm NADAR UND SIMIN - EINE TRENNUNG (Regie: Asghar Farhadi, Iran 2011) eventuell auch eine Fernsehserie dienen: die Figur des Walter White in BREAKING BAD. Die zu beschaffende Literatur und die Filme werden in der ersten Sitzung bekanntgegeben. Germanistik TN: Portfolio, eventuell auch Referate LN: Ca. 20-seitige Hausarbeit Universität Duisburg-Essen SS 2012 Master, Master Germanistik