Uni-München
14. März 2017Hauptseminar Die iberische Komödie vor der Generation Lope de Vegas Gil Vicente und Cervantes
Hauptseminar - Literaturwissenschaft (Spanisch und Portugiesisch) Im 400. Todesjahr von Miguel de Cervantes sollte der Tatsache gedacht werden, dass Cervantes sich selbst eigentlich lieber als Dramatiker denn als Erzähler gesehen hätte. Das Vorwort zu seinen -Ocho comedias y ocho entremeses...
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Jetzt Lernplan erstellenHauptseminar - Literaturwissenschaft (Spanisch und Portugiesisch)
Im 400. Todesjahr von Miguel de Cervantes sollte der Tatsache gedacht werden, dass Cervantes sich selbst eigentlich lieber als Dramatiker denn als Erzähler gesehen hätte. Das Vorwort zu seinen -Ocho comedias y ocho entremeses nuevos, nunca representados- legt beredtes Zeugnis davon ab; er blickt darin zurück auf die Frühzeit der spanischen Komödie mit Lope de Rueda und fühlt sich selbst vom -monstruo de la naturaleza- Lope de Vega aus dem Bereich des Theaters gedrängt.
Das Hauptseminar rekonstruiert daher die Vorgeschichte, indem es auch das portugiesische komische Theater Gil Vicentes einbezieht: -Auto da Índia- und -Farsa de Inés Pereira-, an Lope de Ruedas -Los engañados- und seinem Paso -Las aceitunas- die Entwicklung der spanischen Komödie und des Zwischenspiels nachzeichnet, und dann Cervantes' eigene Beiträge zum Theater in Form einer -Comedia de santos- (-El rufián dichoso-), seiner theaterkritischen Komödie -Pedro de Urdemalas- und seiner Tragödie -Numancia- einer kritischen Betrachtung aus heutiger Sicht in Bezug auf Realitätsebenen, Nation and narration, Translationen und dgl. unterzieht.
Wie immer bei meinen Seminaren gilt:
Es liegt folgende -Spielvorlage- zu Grunde: Ein Sammelwerk mit dem Titel des Seminars ist in Vorbereitung; die Seminarteilnehmer haben die Aufgabe, einzelne Kapitel unter Koordination durch den Seminarleiter/Herausgeber zwar individuell, jedoch unter Abstimmung im Team mit den anderen Autor(inn)en, zu bearbeiten.
Anforderungen: Ein Präsentationsreferat (in der Gruppe); ein Entwurf zum Kapitel als Vorlage zur Diskussion und die daraus entstandene Seminarhausarbeit/das fertige Buchkapitel sowie aktive Mitarbeit durch Diskussion bei den anderen Kapiteln.
Department II - Griechische und Lateinische, Romanische, Italienische und Slavische Philologie, Sprachen und Kommunikation
LMU München
WiSe 1617
Prof.Dr.Dr.
Rössner Michael .Dr