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Uni-München
14. März 2017

Hauptseminar Die neuen Archivisten des Pop Entwicklung eines Konzepts in Literatur und Theorie

In jüngster Zeit erschienen zahlreiche groß angelegte Studien zum Pop (z. B. Thomas Hecken: Pop. Geschichte eines Konzepts 1955-2009, 2009; Markus Heidingsfelder: System Pop, 2012; Diedrich Diederichsen: Über Pop-Musik, 2014), die dabei fast schon selber eine Archivfunktion erfüllen. Ist der...

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In jüngster Zeit erschienen zahlreiche groß angelegte Studien zum Pop (z. B. Thomas Hecken: Pop. Geschichte eines Konzepts 1955-2009, 2009; Markus Heidingsfelder: System Pop, 2012; Diedrich Diederichsen: Über Pop-Musik, 2014), die dabei fast schon selber eine Archivfunktion erfüllen. Ist der Pop also mittlerweile museumsreif? Das Seminar möchte die Aktualität von Pop in Theorie und Literatur kritisch reflektieren. Zunächst werden wir poptheoretische Grundlagentexte aus verschiedenen Zeiträumen bis hin zu Ausschnitten aus Diedrich Diederichsens ‚Opus Magnum’ Über Pop-Musik (2014) analysieren, um anschließend mit Nadja Geer (Sophistication. Zwischen Denkstil und Pose, 2012) selbst Kritik an der Praxis der Popkritik zu üben. Ein Schwerpunkt wird dabei auf den Gender-Aspekt gelegt: Denn während feministische und queere Thematiken und Theorien motivgeschichtlich omnipräsent sind (besonders markant beispielsweise in Thomas Meineckes Roman Tomboy, 1998 oder René Polleschs Stück Der perfekte Tag, 2010), erscheinen Frauen – jenseits des expliziten Pop-Feminismus - immer noch unterrepräsentiert. Diese Unterrepräsentanz zeigt sich auf verschiedenen Ebenen: der Pop-Musik (etwa im Umfeld der ‚Hamburger Schule’), -Literatur und -Theorie. Das theoretische Fundament werden wir an Werken aus verschiedenen Gattungen überprüfen. Neben einer Analyse von Popmusiktexten werden wir auch den Stellenwert von Pop im gegenwärtigen Theater (etwa bei René Pollesch, Jörg Albrecht, Schorsch Kamerun) untersuchen. Weiterhin soll ein Bogen von den Klassikern der Popliteratur (wie den Texten von Reinald Goetz oder Christian Krachts Faserland, 1995) zu aktuellen Werken (wie Alexander Schimmelbuschs Murau-Identität, 2014) gezogen werden. Lässt sich ein bestimmter Erzählgestus samplen? Und sind Romane wie Helene Hegemanns Axolotl Roadkill (2010) noch in den Kategorien der Popliteratur zu erfassen? Zur Einführung: Texte zur Theorie des Pop. Hg. v. Charis Goer, Stefan Greif und Christoph Jacke. Stuttgart 2013. Leistungsnachweis Grundsätzlich gilt für alle Studiengänge: Wenn es alternative Prüfungsformen gibt, dann liegt die Wahl der Prüfungsform bei dem/der Prüfenden. B.A.-Hauptfach Germanistik (2010): Hausarbeit (ca. 40.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet. Alle Lehrämter Deutsch (modularisiert) inklusive MA Berufliche Bildung (TUM), MA Wirtschaftspädagogik und Masternebenfach Neuere deutsche Literatur (im MA Soziologie): Hausarbeit (30.000-40.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet. UNTER VORBEHALT DER GENEHMIGUNG DER ENTSPRECHENDEN SATZUNG: Masterseminar der Neueren deutschen Literatur im Rahmen des Gemeinsamer Geistes- und Soz.Wiss. Profilbereichs: Forschungsorientierte Seminararbeit (ca. 45.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet. UNTER VORBEHALT DER GENEHMIGUNG DER ENTSPRECHENDEN SATZUNG: Masterseminar im Rahmen des M.A.-Studiengangs Germanistische Literaturwissenschaft Forschungsorientierte Seminararbeit (ca. 45.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet. Wichtig: Für alle Studiengänge gilt: Rechtsverbindlich ist nur die jeweilige Prüfungs- und Studienordnung in der jeweils aktuell gültigen Fassung. Downloads DateinameBeschreibunggültig vongültig bis Grasskamp - Pop ist ekelig.doc Grasskamp: -Pop ist ekelig- 29.04.2015 30.09.2015 Nadja Geer - Sophistication.doc Nadja Geer: Sophistication 29.04.2015 30.09.2015 Meinecke - Tomboy.doc Thomas Meinecke: Tomboy 29.04.2015 30.09.2015 Katja Kauer - Popfeminismus.doc Katja Kauer: Popfeminismus. Eine Einführung 29.04.2015 30.09.2015 Pollesch-Der perfekte Tag.doc Pollesch: Der perfekte Tag 29.04.2015 30.09.2015 Diederichsen-Popmusik-Einleitung.pdf Diederichsen: Über Popmusik 28.05.2015 30.09.2015 Seiler-Songlyrik.pdf Seiler: Songlyrik 02.06.2015 30.09.2015 Zum Download müssen Sie angemeldet sein! Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften Grundsätzlich gilt für alle Studiengänge: Wenn es alternative Prüfungsformen gibt, dann liegt die Wahl der Prüfungsform bei dem/der Prüfenden. B.A.-Hauptfach Germanistik (2010): Hausarbeit (ca. 40.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet. Alle Lehrämter Deutsch (modularisiert) inklusive MA Berufliche Bildung (TUM), MA Wirtschaftspädagogik und Masternebenfach Neuere deutsche Literatur (im MA Soziologie): Hausarbeit (30.000-40.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet. UNTER VORBEHALT DER GENEHMIGUNG DER ENTSPRECHENDEN SATZUNG: Masterseminar der Neueren deutschen Literatur im Rahmen des Gemeinsamer Geistes- und Soz.Wiss. Profilbereichs: Forschungsorientierte Seminararbeit (ca. 45.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet. UNTER VORBEHALT DER GENEHMIGUNG DER ENTSPRECHENDEN SATZUNG: Masterseminar im Rahmen des M.A.-Studiengangs Germanistische Literaturwissenschaft Forschungsorientierte Seminararbeit (ca. 45.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet. Wichtig: Für alle Studiengänge gilt: Rechtsverbindlich ist nur die jeweilige Prüfungs- und Studienordnung in der jeweils aktuell gültigen Fassung. LMU München SoSe 2015 Dr. Schütz Laura