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Uni-München
14. März 2017

Hauptseminar Die politische Ökonomie bilateraler und regionaler Handels und Investitionsabkommen

Seit der Gründung des multilateralen Handelssystems nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Form des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens (GATT), haben die wichtigen Handelsmächte gleichzeitig bilaterale und regionale Handels- und Investitionsabkommen abgeschlossen. Auch die Gründung der Welthandelsorganisation (WTO) Mitte der...

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Seit der Gründung des multilateralen Handelssystems nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Form des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens (GATT), haben die wichtigen Handelsmächte gleichzeitig bilaterale und regionale Handels- und Investitionsabkommen abgeschlossen. Auch die Gründung der Welthandelsorganisation (WTO) Mitte der 1990er Jahre ging einher mit einer neuen Welle von bilateralen und regionalen Handels- und Investitionsabkommen. Bei der WTO sind aktuell mehr als 500 dieser Abkommen gemeldet. In der Vergangenheit wurden bilaterale und regionale Handels- und Investitionsabkommen meist zwischen Industrie- und Entwicklungsländern verhandelt und deckten vergleichsweise geringe Handels- und Investitionsströme ab. Aktuell befindet sich das Welthandelssystem an einem Wendepunkt, da sogenannte Mega Regionals – wie die transatlantischen und transpazifischen Handels- und Investitionsabkommen – zunehmend auch zwischen Industrieländern abgeschlossen werden. In dieser Übung werden die ökonomischen Effekte und politischen Determinanten von bilateralen und regionalen Handelsabkommen erörtert. Neben der historischen Entwicklung dieser Abkommen, wird das Wechselverhältnis zwischen dem bilateralen/regionalen und multilateralen Handelssystem diskutiert. Anhand von Länderbeispielen – USA, EU, Japan, China – lernen die Studierenden die Strategien der wichtigen Akteure im Welthandelssystem kennen. Durch die Analyse konkreter Vertragstexte (wie zum Beispiel des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens, NAFTA) werden die Studierenden mit den wichtigsten Regelungsinhalten dieser Abkommen vertraut gemacht. Ihre theoretischen Kenntnisse sollen die Studierenden in der Simulation einer Verhandlung eines Handels- und Investitionsabkommens praktisch anwenden und vertiefen. Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft LMU München WiSe 1415 M.A. Berger Axel M.A