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Uni-Kassel
14. März 2017

Hauptseminar Exildramatik

Infolge der NS-Politik wurden Autorinnen und Autoren, die in der Weimarer Republik Dramen- und Theaterpolitik geschrieben hatten, ins Exil getrieben. Mit dieser Vertreibung war ihnen nicht nur das deutschsprachige Publikum genommen worden, es stand ihnen bis auf Ausnahmen kein Theaterapparat...

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Infolge der NS-Politik wurden Autorinnen und Autoren, die in der Weimarer Republik Dramen- und Theaterpolitik geschrieben hatten, ins Exil getrieben. Mit dieser Vertreibung war ihnen nicht nur das deutschsprachige Publikum genommen worden, es stand ihnen bis auf Ausnahmen kein Theaterapparat mehr zur Verfügung, der ihre Werke zur Aufführung bringen konnte. Wie ging es im Exil weiter mit der Geschichte des deutschsprachigen Dramas? Wie ging es weiter mit Autoren wie Bruckner, Horvath, Toller, Zuckmayer u.a.? Gezählt hat man ungefähr 700 Theaterstücke, die im Exil entstehen konnten. Darunter die großen Exildramen Bertolt Brechts, aber auch so wichtige Stücke wie Ferdinand Bruckners -Die Rassen- oder Johannes R. Bechers -Winterschlacht-. Das Seminar versucht eine thematische Systematisierung und Analyse von repräsentativen Dramen, die im Exil geschrieben und zu einem kleineren Teil bereits inszeniert werden konnten: • Rassenideologie und -politik: F. Bruckner: Die Rassen F. Wolf: Prof. Mamlock 2. Deutschlandstücke: Brecht: Furcht und Elend Brecht: Arturo Ui • Thematisierung des Krieges: Brecht: Schweyk im 2. Weltkrieg Becher: Winterschlacht • Widerstand Brecht: Die Gesichte der Simone Machard Zuckmayer: Des Teufels General 5. Geschichtsdramen: Brecht: Galileo Galilei F. Wolf: Beaumarchais 6. Komödien Werfel: Jacobowsky und der Oberst Brecht: Puntila/Matti Ein Seminarapparat mit den Dramen wird aufgebaut. Rechtzeitig erscheint bei moodle eine Liste der Referatsthemen. FB 02 Institut für Germanistik Uni Kassel SoSe 2010 Germanistik/Deutsch Germanistische Sprach-,Kultur-u.Literaturwissensch Prof. i.R. Seibert Peter i.R