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Uni-München
14. März 2017

Hauptseminar Figuren des Barock

Die Beschreibung kultureller Phänomene als -barock- hat Konjunktur; neuere Publikationen sprechen vom digitalen, vom virtuellen, vom elektronischen und natürlich vom postmodernen Barock, etwa mit Blick auf die zeitgenössische Medienkunst und Populärkultur. Diese Aktua­lisierungen des Barockbegriffs stützen sich, wie frühere, auf...

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Die Beschreibung kultureller Phänomene als -barock- hat Konjunktur; neuere Publikationen sprechen vom digitalen, vom virtuellen, vom elektronischen und natürlich vom postmodernen Barock, etwa mit Blick auf die zeitgenössische Medienkunst und Populärkultur. Diese Aktua­lisierungen des Barockbegriffs stützen sich, wie frühere, auf die Wieder­be­le­bung und Fortent­wicklung (vermeintlich) barocker Formen und Themen in der zeitgenös­si­schen Kultur. Wir werden uns im Seminar mit Figuren des Barocken beschäftigen, und zwar in einer zeitlich sowie disziplinär zunächst nicht eingeschränkten Perspektive. Unter Figuren können genauso Denk­figu­ren des Barocken (etwa die Falte, die schiefe Perle oder das Unendliche) gemeint sein wie personelle oder dingliche Figurationen (z. B. der Lügner, der Spiegel oder die Wolke) und rhetorische oder stilistische Formen (etwa der Lakonismus, das Hyperbaton oder die Spirale), die als spe­zifisch barock wahrge­nommen werden. Damit möchten wir nach den Gemeinsamkeiten der verschiedenen Realisierungen des Barocken fragen. Was hat etwa der von Damien Hirst in Formaldehyd gelegte Hai, der in der Kunstkritik als -barock- beschrieben wird, mit den Darstellungen verdrehter menschlicher Körper bei Rubens zu tun? Ist das nur eine Verwirrung des Barockbegriffs oder gibt es Gemeinsamkeiten in der Sache? Was taugen barocke Konzepte oder Figuren für die Erklärung zeitgenössischer Phänomene? Und umgekehrt: Was bieten solche Beschreibungen für ein Verständnis des historischen Barock? Da ich begleitend eine Tagung veranstalte, welche die SeminarteilnehmerInnen besuchen werden, ist ein Teil des Seminars als Blockveranstaltung vorgesehen: Donnerstag 23.10 Beginn circa 15 Uhr bis Samstag 25.10 circa 12.00 Uhr. ECTS-Punkte: BA: 6 ECTS (mit Hausarbeit benotet) MA 12: 6 ECTS (mit Hausarbeit benotet/ mit Essays od. Referat unbenotet) MA NF für Soziologie: als P 1: 6 ECTS (mit Hausarbeit benotet) als P 2: 6 ECTS (ohne Hausarbeit) Department I - Germanistik, Komparatistik, Nordistik, Deutsch als Fremdsprache LMU München WiSe 1415 Dr. Schumm Johanna