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Uni-Kassel
14. März 2017

Hauptseminar Grammatische Textanalyse Makroglieder

Inhalt ‚Grammatische Textanalyse ist ein neues theoretisches Konzept, mit dessen Hilfe beliebige Texte sollen grammatisch analysiert werden können. Dabei sollen weder die Texte auf Sätze noch die komplexen Sätze auf einfache reduziert werden, um sie mit dem Instrumentarium der herkömmlichen...

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Inhalt ‚Grammatische Textanalyse ist ein neues theoretisches Konzept, mit dessen Hilfe beliebige Texte sollen grammatisch analysiert werden können. Dabei sollen weder die Texte auf Sätze noch die komplexen Sätze auf einfache reduziert werden, um sie mit dem Instrumentarium der herkömmlichen Satzgliedlehre analysierbar zu machen. Der eine Sinn der ‚grammatischen Textanalyse besteht gerade darin, die Textkomplexität nicht zu reduzieren, sondern ein Analyseinstrumentarium bereitzustellen, das mit dieser umgehen kann. Der andere Sinn besteht darin zu zeigen, dass grammatische Analyse kein Selbstzweck ist, sondern im Dienste der semantischen Interpretation von Texten steht nach dem Motto: Grammatik ist die Spitze des semantischen Eisbergs. ‚Grammatische Textanalyse ist ein umfassendes Konzept, für dessen Erprobung ein Seminar nicht ausreicht. Im Rahmen des Konzepts werden Makro-, Meso- und Mikroglieder unterschieden. Im ersten Seminar dieser Art konzentrieren wir uns auf die Makroglieder, unter denen Sätze, Nichtsätze und Kohäsionsglieder verstanden werden. Um diese zu bestimmen, ist ein ausgefeiltes Prädikatskonzept unumgänglich, das ebenfalls ausführlich behandelt wird. Mit dem Seminar betreten wir Neuland und müssen experimentieren, neue und hoffentlich innovative Analysewege ausprobieren. Dies bedarf zumindest der Bereitschaft, Zeit in eigene Textanalysen zu investieren und selber Ideen zu entwickeln. Wir arbeiten nur mit Originaltexten und Korpora und konzentrieren uns auf das Schaffen des diesjährigen Grimm-Professors Uwe Timm. Fortsetzungseminare zu Meso- und Mikrogliedern folgen. FB 02 Institut für Germanistik Leistung Der Besuch des Seminars setzt grundsätzlich die Bereitschaft voraus, sich – unabhängig davon, ob man einen Leistungsnachweis braucht oder nicht – an der Arbeit einer Referatsgruppe zu beteiligen Die Arbeit in den Referatsgruppen muss gleichmäßig verteilt sein. Dies muss auch in der Präsentation zum Ausdruck kommen. Leistungsnachweis durch Hausarbeit (Semesterarbeit, schriftliche Präsentation), durch mündliche Präsentation (Referat und mündliches Kolloquium) oder durch Projektarbeit. ‚Kleinere’ Leistungsformen wie der Erwerb von Schlüsselkompetenzen oder Teilnahmeschein sind auch möglich. Uni Kassel WiSe 2012/13 Lehrveranstaltungspool FB 02 Prof. Dr. Ágel Vilmos