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Uni-Kassel
14. März 2017

Hauptseminar Intertextualität im zeitgenössischen Drama

Bereits die Titel zeitgenössischer Dramen zeigen, dass Intertextualität hier keine unbedeutende Rolle spielt: -Maria Magdalena. Komödie in drei Akten frei nach Friedrich Hebbel- (Franz-Xaver Kroetz, 1973), -Hamletmaschine- (Heiner Müller, 1977), -Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte oder Stützen...

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Bereits die Titel zeitgenössischer Dramen zeigen, dass Intertextualität hier keine unbedeutende Rolle spielt: -Maria Magdalena. Komödie in drei Akten frei nach Friedrich Hebbel- (Franz-Xaver Kroetz, 1973), -Hamletmaschine- (Heiner Müller, 1977), -Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte oder Stützen der Gesellschaften- (Elfriede Jelinek, 1977), -Ithaka. Schauspiel nach den Heimkehr-Gesängen der Odyssee- (Botho Strauß, 1996), -Der reizende Reigen nach dem Reigen des reizenden Herrn Arthur Schnitzler- (Werner Schwab, 1996), -King Kongs Töchter- (Theresia Walser, 1998), -Manhattan Medea- (Dea Loher, 1999), -hamlet ist tot. keine schwerkraft- (Ewald Palmetshofer, 2008), -Der Geizige. Ein Familiengemälde nach Molière- (PeterLicht, 2010), -faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete- (Ewald Palmetshofer, 2009), -Winterreise- (Elfriede Jelinek, 2011), -räuber.schuldengenital- (Ewald Palmetshofer, 2012). Weitere Texte ließen sich nennen, bei denen der intertextuelle Verweis nicht aus dem Titel hervorgeht. -So […] sind die Figuren und ist die Handlung- in Botho Strauß -Der Park- (1983) -besetzt und bewegt, erhoben und genarrt durch den Geist von Shakespeares ‚Sommernachtstraum‘-, und Rebekka Kricheldorfs -Testosteron- (2012) beschäftigt sich mit Männerbildern auf der Folie des Grimmschen Märchens -Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen-. Ausgewählte Stücke sollen im Seminar auf ihre Zitate und Anspielungen, auf den parodistischen oder hypertextuellen Gehalt hin untersucht werden. Dabei soll es auch um die Frage nach der Funktion von Intertextualität gehen, die in der Forschung meist im Kontext der Postmodernetheorie, der ästhetischen Radikalisierung, der Veränderung von Produktions- und Rezeptionsprozessen, des kulturellen Gedächtnisses oder der Offenheit des Textes beantwortet wird. Folgende Texte stehen (vorläufig) auf dem Programm • Elfriede Jelinek: Winterreise • Ewald Palmetshofer: faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete • Rebekka Kricheldorf: Testosteron • Botho Strauß: Der Park • Heiner Müller: Hamletmaschine • Werner Schwab: Der reizende Reigen nach dem Reigen des reizenden Herrn Arthur Schnitzler Bemerkung LitWiss Wenn Sie sich für eine Präsentation als Prüfungsleistung entscheiden (und Ihre Studienordnung dieses Form nennt), bitte ich um eine kurze Nachricht vor Seminarbeginn. FB 02 Institut für Germanistik Uni Kassel WiSe 2013/14 Germanistik binational Dr. Wicke Andreas