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Uni-Siegen
14. März 2017

It's A Man's World Zur Konstruktion von Männlichkeit in aktuellen TV Serien aus Deutschland England und Amerika

Gegenstand/Lernziel: Das dem Seminar zugrunde liegende Gender-Konzept orientiert sich an den Arbeiten von Judith Butler.Gender fasse ich mit Butler als eine Struktur bildende Kategorie für die individuelle und kollektive Identitätsfindung in der Gesellschaft, als kulturelle Handlung und Sinnproduktion, als soziale...

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Gegenstand/Lernziel: Das dem Seminar zugrunde liegende Gender-Konzept orientiert sich an den Arbeiten von Judith Butler.Gender fasse ich mit Butler als eine Struktur bildende Kategorie für die individuelle und kollektive Identitätsfindung in der Gesellschaft, als kulturelle Handlung und Sinnproduktion, als soziale Konstruktion sowie als Verbindung von Normen, Lebenswirklichkeiten und Erfahrungen auf. Mit Butlergehe ich davon aus, dass für die Bildung der Geschlechtsidentität performative Akte, in denen Geschlechterkörper hervorgebracht werden, konstitutiv sind. Das soziale Geschlecht wird jeden Tag von Neuen von Diskursen, Normen, Gesetzen, Praktiken und Sprache entlang eines -hegemonialen kulturellen Diskurses- (Judith Butler)konstruiert. Das Zusammenwirken von Macht, Diskurs und Norm bei der Konstitution der Geschlechtsidentität wird von Butlerals -heterosexuelle Matrix- beschrieben, durch die auch unterschieden werden kann, welche Geschlechtsidentität innerhalb und außerhalb der Norm liegt. Diese Matrix ist der Orientierungsmaßstab, nach dem sich Menschen zumeist freiwillig richten, und die durch Interdependenz der Trias von Sex, Gender und Begehren organisiert wird. Der ,handlungsfähige Status‘ der Performativität wird – als diskursiver Effekt – durch die sich ständig wiederholende Abfolge performativer Akte des Körpers, durch die die Geschlechtsidentität Mann oder Frau und das damit einhergehende heterosexuelle Begehren hervorgebracht wird, erzeugt.Nicht der Geschlechtskörper an sich ist bedeutsam, sondern die sich ständig wiederholende performative Inszenierung von Geschlecht als Ergebnis von Praktiken und eines permanenten Konstruktionsprozesses. Im Seminar wird die performative Produktion bzw. (Re-)Konstruktion von Männlichkeit im Kontext aktueller TV-Serien (USA, England, Deutschland) analysiert und diskutiert. Im Fokus stehen die folgenden Serien: Californication, Hung, King of Queens, The Misfits, Stromberg, Supernatural, 30 Rock, True Blood und Wire In The Blood. Medienwissenschaft, Bachelor, PO 2006 Universität Siegen WiSe 2011/12 Social Science, Media Studies, Bachelor, PO 2003 Medienwissenschaft - Medienphilosophie Dr. Kleiner Marcus S