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Uni-Siegen
14. März 2017

Kitsch Kunst und Design im Netz

Mediatisierungs- und Digitalisierungsprozesse bringen neue Produktions-, Konsumptions- und Rezeptionsbedingungen kultureller Güter mit sich und nehmen Einfluss auf die gesellschaftliche Stellung von Kreativen, Künstlern und Designern. Zu beobachten ist, dass die westlich geprägte Gegenwartsgesellschaft einerseits kulturell stark ausdifferenziert und pluralisiert ist....

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Mediatisierungs- und Digitalisierungsprozesse bringen neue Produktions-, Konsumptions- und Rezeptionsbedingungen kultureller Güter mit sich und nehmen Einfluss auf die gesellschaftliche Stellung von Kreativen, Künstlern und Designern. Zu beobachten ist, dass die westlich geprägte Gegenwartsgesellschaft einerseits kulturell stark ausdifferenziert und pluralisiert ist. Sie erlaubt und ermöglicht eine große Vielfalt an Ästhetiken, Moden und Designs. Andererseits ist sie immer auch noch von Massenproduktionen geprägt, bestimmen große (global agierende) Wirtschaftsunternehmen, welche Trends, Moden und Designs massenkompatibel angeboten werden. Im Fokus des geplanten Seminars stehen die Analyse neuer Formen von Produktion, Distribution und Konsumption von Kunst, Design und Fashion sowie die Genese soziokultureller Neuordnungen. So kann sowohl eine Liberalisierung der -Kreativwirtschaft- als auch eine Kontingenz von Ästhetiken beobachtet werden. Kunst, Kommerz und Kitsch verwischen sich, die Koexistenz von Künstlern und Amateuren erhält auf der praktischen Ebene durch die digitalen Verbreitungswege für alle Beteiligten einen neuen Bedeutungsgrad. Online-Portale ermöglichen neue Formen der Partizipation, des produktiven Genusses und des Konsums. Im Rahmen des Seminars beschäftigen wir uns mit verschiedenen Online-Märkten sowie Sharing- bzw. Bookmarking-Systemen. Im Zentrum stehen folgende Fragen: a) Welche Bedeutung hat das Handeln der Akteure auf diesen Portalen für sie selbst (Partizipation, Image, Professionalisierung, Ökonomisierung etc.), b) für andere Kreative (Distinktion, Konkurrenz, Auf- oder Abwertung des eigenen künstlerischen Schaffens) und c) den Konsumenten (Image und Wert des Produktes, Image des Anbieters, Bezug zur eigenen ästhetischen Identität)? Wird zu Beginn des Semesters im Moodlekurs bekannt gegeben. Medienwissenschaft - Medien und Kommunikation Es sind Referate, Hausarbeiten und Projektarbeiten (Portal- und Profilanalysen, Experteninterviews) möglich. Universität Siegen SoSe 2012 Univ.-Prof. Dr. Hoffmann Dagmar