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14. März 2017Köln im hohen Mittelalter
Die Geschicke der Stadt Köln, deren Tradition sowohl in der antiken Römerstadt als auch im spätantiken Bischofssitz wurzelt, wurden im hohen Mittelalter zunächst von den erzbischöflichen Stadtherren und dann immer mehr auch von den aufstrebenden Bürgern bestimmt. Das aus dem...
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Jetzt Lernplan erstellenDie Geschicke der Stadt Köln, deren Tradition sowohl in der antiken Römerstadt als auch im spätantiken Bischofssitz wurzelt, wurden im hohen Mittelalter zunächst von den erzbischöflichen Stadtherren und dann immer mehr auch von den aufstrebenden Bürgern bestimmt. Das aus dem Mittelalter in Köln erhalten gebliebene Ensemble romanischer Kirchen und der gotischen Kathedrale fasziniert bis heute die an Geschichte und Kunst interessierten Besucher der Stadt. Bereits in ottonischer Zeit haben die Kölner Erzbischöfe durch bewußte Stadtplanung die Sakrallandschaft ihrer Stadt gestaltet, die im Laufe der Zeiten mehrfach erweitert wurde, ehe schließlich, am Ende des 12. Jahrhunderts, die Bürger eigenmächtig mit dem Bau einer monumentalen Stadtbefestigung begannen, die bis heute ihre Spuren im Kölner Stadtgrundriß hinterlassen hat. Köln zählte zu den flächenmäßig größten und einwohnerstärksten Metropolen im mittelalterlichen Europa und war sowohl Hafenstadt und Warenumschlagsplatz des Fernhandels als auch wegen ihres Reliquienreichtums ein attraktives Pilgerzentrum (seit 1164) und die Residenz eines der einflußreichsten Amtsträger des mittelalterlichen deutschen Reiches. In dem Proseminar sollen anhand von ausgewählten Quellen wichtige Stationen der historischen Entwicklung vom 10. bis zum 12. Jahrhundert besprochen werden; besonderes Augenmerk wird dabei den Phänomenen gelten, in denen Köln sich als idealtypisch für die Reichsgeschichte erweist. Zugleich werden die Methoden der Quelleninterpretation und die Benutzung grundlegender Hilfsmittel der Geschichtswissenschaft eingeübt. Bei Interesse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind ein bis zwei Tagesexkursionen nach Köln vorgesehen.
Martina Hartmann: Mittelalterliche Geschichte studieren, Konstanz 2004. – Ahasver von Brandt: Werkzeug des Historikers. Eine Einführung in die historischen Hilfswissenschaften (Urban-Bücher bzw. Kohlhammer-Taschenbücher 33), Stuttgart 1958, 17. Aufl. 2008. – Quellen zur Geschichte der Stadt Köln, Bd. 1: Antike und Mittelalter von den Anfängen bis 1396/97, hrsg. von Wolfgang Rosen und Lars Wirtler, Köln 1999. – Günther Binding: Städtebau und Heilsordnung. Künstlerische Gestaltung der Stadt Köln in ottonischer Zeit (Studia humaniora. Series minor 1), Düsseldorf 1986. – Toni Diederich: Köln im Hochmittelalter, in: Ornamenta Ecclesiae. Kunst und Künstler der Romanik in Köln, hrsg. von Anton Legner, Bd. 2, Köln 1985, S. 5–17. – Der Bischof in seiner Zeit, hrsg. von Peter Berglar und Odilo Engels, Köln 1986.
-The Principle of Sex- - Familienleben im Mittelalter
Von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden die regelmäßige Mitarbeit und die mündliche Beteiligung sowie die Vorbereitung von Sitzung zu Sitzung einschließlich kleinerer Hausaufgaben erwartet. Die Studienleistung wird darüber hinaus aufgrund von vier schriftlichen Hausaufgaben, die termingerecht vorzulegen sind, und zusätzlich einer bestandenen Lernkontrolle bescheinigt. Für die Bescheinigung der Prüfungsleistung ist die Anfertigung einer schriftlichen Hausarbeit im Anschluß an das Proseminar erforderlich, die bis Mitte September 2014 eingereicht werden sollte.
Universität Siegen
SoSe 2014
Kaiser Lothar III. (11251137)
Einführung in die frühmittelalterliche Geschichte
8222 The Principle of Sex 8220 8211 Familienleben im Mittelalter