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Uni-Siegen
14. März 2017

Konstruktionen von Privatheit und Öffentlichkeit in Sozialen Netzwerken 2 Phase

-Öffentlichkeit muss ‚gemacht’ werden, es ‚gibt’ sie nicht mehr-, schrieb Jürgen Habermas vor einiger Zeit. Aber wie wird diese Öffentlichkeit gemacht? Und wie grenzt sie sich von dem privaten Raum ab? Gibt es diese Grenzen überhaupt noch? Der Siegeszug der...

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-Öffentlichkeit muss ‚gemacht’ werden, es ‚gibt’ sie nicht mehr-, schrieb Jürgen Habermas vor einiger Zeit. Aber wie wird diese Öffentlichkeit gemacht? Und wie grenzt sie sich von dem privaten Raum ab? Gibt es diese Grenzen überhaupt noch? Der Siegeszug der sozialen Netzwerke lässt daran zweifeln – Facebook, StudiVZ oder Xing etablieren eine neue Form der ‚Tyrannei der Intimität’ (Sennett). Privates wird ebenso öffentlich inszeniert wie die Grenzen zwischen Wahrem und Erfundenem, Dokumentation und Fiktion, Eigenem und Fremden verschwimmen – ‚Mockumentary’ heißen neue Internettagebücher, die vorgeben Wirklichkeit abzubilden, die aber vollkommen fiktiv sind. Aber auch die politischen Öffentlichkeit hat sich die sozialen Netzwerke längst zu Eigen gemacht. Welche Veränderungen ergeben sich dadurch für demokratische Prozesse der Meinungs- und Willensbildung? Wie verändert sich die Idee der Partizipation? Und welche Chancen und Risiken ergeben sich in wirtschaftlicher Hinsicht? Kurz gesagt: wir erleben einen erneuten Strukturwandel der Öffentlichkeit, den es trans- und interdisziplinär zu untersuchen gilt. Mehr sei an dieser Stelle erst einmal nicht gesagt: Die dem Projekt zu Grunde liegende Idee ist nämlich folgende: Die Studierenden generieren die Themen und Fragen im Rahmen des Oberthemas eigenständig. Zugleich sind sie für die Projektorganisation zuständig. Die Lehrenden fungieren in dieser Projektkonzeption als Moderatoren und Experten, die ja nach Bedarf hinzugezogen werden. Ziel des Projekts ist die Organisation und Durchführung einer zweitägigen Konferenz mit studentischen Rednern aber auch einschlägigen externen Referenten. Die Tagung soll Anfang 2011 stattfinden. Zur Organisatorischen Umsetzung: Zu Beginn des Sommersemesters gibt es einen Kompaktkurs, an dem Themen gemeinsam generiert und Arbeitsgruppen gebildet werden. Als Termin ist Freitag, der 7.5. angedacht. Der Dienstagstermin findet nicht notwendig regelmäßig statt – es handelt sich um ein Zeitfenster, das bei Bedarf zur Verfügung steht. Näheres regelt diejenige Arbeitsgruppe, die das Projektmanagement übernimmt. Mehr in der Vorbesprechung am 20.4.. Dort auch Infos zur Leistungserbringung. Münker, Stefan: Emergenz digitaler Öffentlichkeiten. Die Sozialen Medien im Web 2.0. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag 2009. Leschke, Rainer, apl. Prof. Dr. Universität Siegen WiSe 2010/11 Pipek, Volkmar, Univ.-Prof. Dr. Medien und Gesellschaft, Medien-/Sozialwissensch., Master, PO 2007 Univ.-Prof. Dr. Eigler Joachim