Kreatives Schreiben lernen und Schreibtraining
Liste der Veranstaltungen zum Thema Schreiben und kreatives Schreiben. Es gibt Schreibwerkstätte und Schreibtraining an der Uni-Siegen, die in Form von Seminaren abgehalten werden und von jedem, der seine Schreib-Kenntnisse verbessern will, besucht werden können.
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Jetzt Lernplan erstellenKreatives Schreiben in deinem Schreibtraining lernen - kann man das auch an der Uni? Seit Gymnasium bin ich begeistert von Schreiben. Ich liebe es Texte zu verfassen und mich schriftlich auszudrücken, Geschichten in dieser Form zu erzählen und auch selbst zu lesen. Wenn ich in Siegen anfange zu studieren, welche Seminare, Vorlesungen oder andere Veranstaltungen gibt es, wo ich meinen Talent Texte zu verfassen, weiterhin verbessern kann?
Schreibarrangements im Deutschunterricht
Unter „Schreibarrangements" werden unterrichtliche Textproduktionssettings verstanden, die in Bezug auf die Schreibentwicklung, den Schreibprozess, das Schreibmedium, die Textform und die Aufgabenprofilierung jeweils spezifisch angelegt sind. Zentral für die Entwicklung der Schreibarrangements ist neben Formen des kommunikativen und prozessorientierten Schreibens v.a. der kompetenzorientierte Ansatz, der in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat und sich in den Bildungsstandards und Kernlehrplänen niederschlägt. Im Seminar setzten wir uns zunächst mit schreibdidaktischen Grundlagen auseinander, bevor eigene Schreibarrangements für die jeweiligen Schulformen entwickelt, in der Unterrichtspraxis erprobt und abschließend evaluiert werden. Dazu wird von den Studierenden erwartet, dass sie eigene Aufgaben entwickeln, selbstständig Kontakte zu Schulen herstellen, dort die Aufgaben erproben und ihre Ergebnisse abschließend in der Veranstaltung vorstellen.
Literatur (Auswahl):
• Bachmann, Thomas/Becker-Mrotzek, Michael (2009): Schreibaufgaben situieren und profilieren. In: Pohl, Thorsten/Steinhoff, Torsten (Hrsg.): Textformen als Lernformen. Duisburg: Gilles & Francke. 191 - 209.
• Baurmann, Jürgen/Pohl, Thorsten (2009): Schreiben - Texte verfassen. In: Bremerich-Vos, Albert et al. (Hrsg.): Bildungsstandards für die Grundschule: Deutsch konkret. Berlin. 75-103.
• Becker-Mrotzek, Michael/Böttcher, Ingrid (2012): Schreibkompetenz entwickeln und beurteilen. 4. Auflage. Berlin: Cornelsen.
Schreiben in der Schule
In den letzten Jahren sind zahlreiche Studien zum Schreiben erschienen. Dabei wurde zum einen Schreiben als Prozess verstanden, zum anderen als ein Entwicklungsprozess. Hinzu kommt eine Studie, in der Schreiben in der Schule aus historischer Perspektive und in Bezug auf die soziale Herkunft der Schüler gesehen wird.
Neben diesen empirischen Studien sollen methodische Ansätze diskutiert werden, die einen unmittelbaren Bezug zum Schreiben in der Schule haben, so dass sich die Teilnehmer gezielt auf ihr Praxissemester vorbereiten können.
Schreibentwicklung
In fast allen Schulfächern spielt der Umgang mit Texten eine bedeutsame Rolle. Dabei geht es zum einen um den Schriftspracherwerb, d. h. die Entwicklung der basalen Lese- und Schreibfertigkeiten. Zum anderen geht es um die Schreibentwicklung, d. h. die Aneignung der Fähigkeit, kommunikativ adäquate Texte zu produzieren, z. B. narrative, argumentative, instruktive oder deskriptive Texte. Um die Schreibentwicklung von Schülern professionell zu diagnostizieren und zu fördern, sind verschiedene Kenntnisse in den Bereichen Textlinguistik, Spracherwerb und Schreibdidaktik erforderlich. Diese Kenntnisse werden im Seminar am Beispiel authentischer Schülertexte gemeinsam erarbeitet.
Literatur (Auswahl):
• Augst, Gerhard et al. (2007): Text-Sorten-Kompetenz. Eine echte Longitudinalstudie zur Entwicklung der Textkompetenz im Grundschulalter. Frankfurt am Main u.a.: Lang.
• Baurmann, Jürgen/Pohl, Thorsten (2009): Schreiben - Texte verfassen. In: Bremerich-Vos, Albert et al. (Hrsg.): Bildungsstandards für die Grundschule: Deutsch konkret. Berlin: Cornelsen. 75-103.
• Becker-Mrotzek, Michael/Böttcher, Ingrid (2012): Schreibkompetenz entwickeln und beurteilen. 4. Auflage. Berlin: Cornelsen.
Eine finale Literaturliste wird in der ersten Seminarsitzung bekanntgegeben.
Schreibwerkstatt
Für alle, die schon erste Schreiberfahrungen haben und gern weiter an eigenen literarischen Texten arbeiten möchten, ist die Schreibwerkstatt gedacht. Die TeilnehmerInnen finden hier die Möglichkeit, alle Arten von Texten vorzustellen und zu diskutieren, zu denen sie Fragen haben. Unter Anleitung des Schriftstellers Roland Koch wird die Gruppe Vorschläge zur Überarbeitung, Fortschreibung und Perfektionierung der präsentierten Texte machen und Rückmeldungen geben. Es wird auch Raum geben, über Fragen des Schreibens (und Lesens) zu diskutieren. Bitte bringen Sie bereits zur ersten Sitzung eigene literarische Texte in ca. 20 Exemplaren mit.
Schriftliche Formen der Medienkommunikation: Empirie, Theorie, Anwendungsperspektiven
In der Linguistik ist oft von geschriebener Sprache und medialer Schriftlichkeit die Rede, ohne dass den besonderen Bedingungen, die die jeweiligen technischen Medien der Kommunikation setzen, und den kommunikativen Praktiken, in die sie eingebettet sind, nähere Aufmerksamkeit gilt: handschriftliche Notiz, Tafel und Kreide, Straßenschild, Beschriftungen an Geräten, Brief, Buch, Presse, Online-Zeitung, Internet-Forum, Weblog, Social Network Services, E-Mail, SMS, Chat, digitale Displays und Geomedien, Präsentationsmedien etc. - Im Mittelpunkt des Seminars stehen am Beispiel des Deutschen die Entwicklung der „Sprache in modernen Medien" (Schmitz 2004) und die jeweiligen Besonderheiten des Schriftsystems, des Sprachgebrauchs und des Zusammenspiels von Sprache und anderen Zeichensystemen in technisch basierten Kommunikationsformen. Anwendungsperspektiven betreffen u.a. medienlinguistische Aspekte von Verständlichkeit und Wissensvermittlung.
Literatur
Schmitz, Ulrich (2004): Sprache in modernen Medien. Einführung in Tatsachen und Theorien, Themen und Thesen. Berlin: Erich Schmidt.