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Uni-Siegen
14. März 2017

Land Konfession Frömmigkeit Harz und Anhalt Interdisziplinäres Kompaktseminar Gernrode Wernigerode 28.5 2.6.1012

Dieses Kompaktseminar ist eine Einladung nach Mitteldeutschland (Sachsen-Anhalt) – in die Region des ehemaligen Fürstentums Anhalt mit der Residenzstadt Dessau und in den Harz mit der Weltkulturerbestadt Quedlinburg. Anhalt gehörte zu den Gebieten, die sich als früheste der lutherischen Reformation...

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Dieses Kompaktseminar ist eine Einladung nach Mitteldeutschland (Sachsen-Anhalt) – in die Region des ehemaligen Fürstentums Anhalt mit der Residenzstadt Dessau und in den Harz mit der Weltkulturerbestadt Quedlinburg. Anhalt gehörte zu den Gebieten, die sich als früheste der lutherischen Reformation geöffnet hatten, im Zuge der -Zweiten Reformation- später aber zur reformierten Konfession tendierten. Im Zuge dessen wurde Johann Arndt – die in frömmigkeitsgeschichtlicher Hinsicht einflussreichste Gestalt des Luthertums seit der Reformation – hier aus konfessionellen Gründen amtsenthoben. Das Gebiet der heutigen Landeskirche Anhalt entspricht dem Gebiet des ehemaligen Fürstentums und ist die kleinste Landeskirche in Deutschland. Im Westen ragt Anhalt in den östlichen Teil des Harzes hinein, wo im Alten Reich zudem das Fürstentum Halberstadt, das Reichsstift Quedlinburg und die Grafschaft Stolberg-Wernigerode präsent waren. Kirchlich gehört dieser Teil des Harzes heute größtenteils zur Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Sowohl in Anhalt und als auch im Harz lässt sich also die in der Frühen Neuzeit untrennbare Verbindung von Territorialherrschaft, Konfession und Frömmigkeit in exemplarischer Weise studieren. Dies geschieht in einer interdisziplinären Perspektive, insofern es sich um ein Kompaktseminar mit Referaten und Exkursionen handelt, das gemeinsam mit Studierenden der Kunstgeschichte aus Wrocaw und Studierenden der Theologie aus Halle durchgeführt wird. Neben den Spuren der Reformation und der frühen Neuzeit werden auch die hier vorhandenen hervorragenden Zeugnisse romanischer und gotischer Baukunst z.B. in Gernrode und Halberstadt in den Blick genommen. Im Rahmen einer Gruppenarbeit in Osterwieck, deren Stadtbild von einem einzigartigen Ensemble von z.T. bereits aus dem 16. Jahrhundert stammenden Fachwerkhäusern geprägt ist, wird anhand der Kirchenausstattung wie auch von Inschriften an den Häusern frühneuzeitliche bürgerliche Frömmigkeit erkundet. Ein wesentliches Ziel des Seminars ist zugleich die Förderung des gegenwärtigen deutsch-polnischen Dialogs. Die Seminarsprache ist deutsch, einige Referate werden in englischer Sprache gehalten. Der von den TeilnehmerInnen erwartete aktive Beitrag besteht außer in der Teilnahme an der Exkursion und der dazugehörigen Gruppenarbeit im Besuch der Vorbereitungssitzungen in Siegen und der Beteiligung an der Vorbereitung eines Referates. In den Vorbereitungssitzungen wird in die besondere Situation der Region vor allem in historischer Perspektive eingeführt. Da an diesem Seminar drei Universitäten beteiligt sind, ist die Anzahl der für Siegen zur Verfügung stehenden Plätze auf maximal 15 begrenzt. Verbindliche Anmeldungen nehme ich ab sofort per Mail entgegen und berücksichtige sie in der Reihenfolge ihres Eingangs. Kosten pro Teilnehmer: ca. 200,- Euro Vorbereitungssitzungen in Siegen (Bestandteil des Seminars): am 16.4., 7.5. und 21.5., jeweils 18 Uhr Evangelische Theologie - Kirchen- u. Theologiegeschichte Universität Siegen SoSe 2012 Univ.-Prof. Dr. Albrecht Birkner Veronika