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Uni-Siegen
14. März 2017

Lektüre lateinischer kirchengeschichtlicher Quellen Die Lebensbeschreibung des Mönchsvaters Antonius

Die griechische ‚Vita Antonii‘ des Athanasius von Alexandrien, verfasst nach 356, beschreibt das Leben des großen Asketen und Mönchsvaters Antonius, seinen geistlichen ‚Weg in die Wüste‘. Diese Schrift entfaltete eine ungeheure theologisch-literarische Wirkung: durch die Verbreitung des Askese-Ideals und durch...

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Die griechische ‚Vita Antonii‘ des Athanasius von Alexandrien, verfasst nach 356, beschreibt das Leben des großen Asketen und Mönchsvaters Antonius, seinen geistlichen ‚Weg in die Wüste‘. Diese Schrift entfaltete eine ungeheure theologisch-literarische Wirkung: durch die Verbreitung des Askese-Ideals und durch den Modellcharakter für eine Vielzahl nachfolgender Heiligen-Viten. Die griechische Vita wurde in rascher Folge übersetzt, in Sprachen des christlichen Ostens und natürlich auch ins Lateinische. Von den beiden lateinischen Übersetzungen, die kurz nach der griechischen Vita entstanden, wird dem Lektürekurs nicht die stärker verbreitete Übersetzung des Evagrius zugrunde gelegt, sondern die im Codex Capituli S. Petri A 2 der Bibliotheca Vaticana überlieferte Übersetzung eines Anonymus, da diese Version eine größere textliche Nähe zum griechischen Original aufweist. Als inhaltliche Schwerpunkte der gemeinsamen Lektüre bieten sich folgende Aspekte der Vita an: die Herkunft des Antonius – sein Weg in die Askese – der Rückzug in die Wüste – die Kämpfe mit den Dämonen - Wunder und Lehre – der Tod. Dabei soll die Vita Antonii neben den theologischen Aspekten auch als Geschichtsquelle betrachtet werden. Allen TN des Kurses werden Blätter mit dem lateinischen Text und mit einem von mir erstellten sprachlichen Kommentar zur Verfügung gestellt. Bitte beachten Sie: Die Sprache dieser Vita ist nicht sehr schwierig, daher kann die Textarbeit zügig vorgenommen werden und bietet dadurch, dass man sich nicht in komplizierte sprachliche Probleme ‚verbeißt‘, die Chance auf eine vornehmlich inhaltliche Durchdringung, gelegentlich auch auf einen nicht geringen literarischen Genuss. Katholische Theologie - Historische Theologie Kenntnisse der lateinischen Sprache, die dem Latinum entsprechen (z.B. der universitätsinterne Kurs). Anforderungen für einen Teilnahmeschein bzw. Studienleistung Katholische Theologie: Regelmäßige Teilnahme, aktive Beteiligung, Vorbereitung und schriftliche Übersetzung von Textauszügen Universität Siegen 20151 SoSe 2015 Dr. Schröder Burghard