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Uni-Düsseldorf
14. März 2017

Seminar Antike Komödie

Die griechische Komödie läßt sich hauptsächlich in zwei Epochen einteilen: In der Alten Komödie (spätes 5. bis frühes 4. Jhd. v. Chr.) werden von Dichter wie Aristophanes hauptsächlich aktuelle Themen der Zeitgeschichte behandelt; lebende Politiker, Philosophen oder Dichter werden auf...

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Die griechische Komödie läßt sich hauptsächlich in zwei Epochen einteilen: In der Alten Komödie (spätes 5. bis frühes 4. Jhd. v. Chr.) werden von Dichter wie Aristophanes hauptsächlich aktuelle Themen der Zeitgeschichte behandelt; lebende Politiker, Philosophen oder Dichter werden auf der Bühne dargestellt und verspottet (entfernt dem heutigen politischen Kabarett vergleichbar). In der Neuen Komödie (seit dem späten 4. Jhd. v. Chr.), deren bekanntester Dichter Menander ist, geht es hauptsächlich um den privaten, familiären Bereich. Typische Themen sind Konflikte zwischen Vätern und Söhnen, zwischen Ehemännern und Ehefrauen, Geldsorgen, junge Liebe u.a. Als weitere Figuren erscheinen Sklaven, Hetären, Bordellwirte, Köche und Schmarotzer. Die römische Komödie (die auch als Fabula palliata bezeichnet wird) ist die älteste lateinische Literaturgattung, aus der uns vollständige Werke erhalten sind. 20 Komödien des Plautus und 6 des Terenz aus der ersten Hälfte des 2. Jhds. v. Chr. sind überliefert. Es handelt sich bei den Stücken größtenteils um freie Bearbeitungen griechischer Vorlagen aus der Hellenistischen Komödie (z.B. des Menander). Dementsprechend spielen die Stücke auch nicht in Rom, sondern sind im griechischen Ambiente belassen. Prägend für die dramatische Struktur ist in der Regel eine ausgeklügelte Intrige, die meist von einem Sklaven gegen seinen Herrn ins Werk gesetzt wird. Griechische oder lateinische Sprachkenntnisse werden für den Besuch des Seminars nicht vorausgesetzt. H.-J. Newiger, Die griechische Komödie, in: E. Vogt (Hg.), Die griechische Literatur, Wiesbaden 1981, 187-230. B. Zimmermann, Die griechische Komödie, Frankfurt a.M. 2006. E. Lefèvre , Die römische Komödie, in: M. Fuhrmann (Hg.), Römische Literatur (Neues Handbuch der Literaturwissenschaft 3), Darmstadt 1978, 33-61. P. von Möllendorff, Aristophanes, Hildesheim 2002. H.-D. Blume, Menander, Darmstadt 1998. P. Kruschwitz, Terenz, Hildesheim 2004. Antike Kultur (BA, PO 2013) Ergänzungsfach Universität Düsseldorf SoSe 2016 Univ.-Prof. Dr. Reichel Michael