Uni-München
14. März 2017Lektürekurs Diskursive Formen II Intensive Lektüre Griechische Philosophie
Gruppe 01 (Casolari): Platon, Politeia, X. Buch Kein anderer Platondialog hat wie die Politeia die Entwicklung der späteren Philosophie in so vielen Bereichen so stark und so bedeutend beeinflusst. Der Dialog beschäftigt sich nämlich mit wichtigen Aspekten der Ethik (ganz...
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Jetzt Lernplan erstellenGruppe 01 (Casolari): Platon, Politeia, X. Buch
Kein anderer Platondialog hat wie die Politeia die Entwicklung der späteren Philosophie in so vielen Bereichen so stark und so bedeutend beeinflusst. Der Dialog beschäftigt sich nämlich mit wichtigen Aspekten der Ethik (ganz zentral ist die Frage, wie der Mensch leben soll, um glücklich zu sein) und er ist auf der Suche nach der besten staatlichen Verfassungsform. Dabei durchziehen den ganzen Dialog zwei sehr wichtige Bestandteile der platonischen Lehre: die Definition der Gerechtigkeit (die man als Rahmen für die gesamte Politeia betrachten kann) und die Parallelität zwischen Seele und Staat.
Mit der Verfassung eines gut organisierten Staates und mit dem Thema der Gerechtigkeit sind die zwei Themen verbunden, die im Buch X behandelt werden: die Dichterkritik (die Dichtung hat eine verderbliche Wirkung, man darf sie also in einem gut organisierten Staat nicht zulassen) und der Jenseitsmythos (die Gerechten werden im Jenseits belohnt, und die Ungerechten zur Rechenschaft gezogen).
Bei der Lektüre des Zehnten Buches werden wir die Struktur und die Themen des ganzen Dialoges nicht vernachlässigen, und wir werden versuchen, die prägnanten Begriffe der Sprache Platons möglichst treffend wiederzugeben sowie wichtige Aspekte der platonischen Lehre, wie das Verhältnis des Philosophen zum Mythos und dessen Ideenlehre überhaupt, mit zu berücksichtigen.
Zur ersten Sitzung wird von den Teilnehmern erwartet, dass die Einleitung zum Zehnten Buch (595a-c) gründlich vorbereitet wird.
Text: Platonis Rempublicam recognovit brevique adnotatione critica instruxit S.R. Slings, Oxonii 2003.
Kommentare:
S. Halliwell, Plato: Republic 10, with translation and commentary, Warminster 1988.
S.R. Slings, Critical notes on Plato’s Politeia, Leiden/Boston 2005.
Sekundärliteratur in Auswahl:
Thomas A. Szlezák, Platon lesen, Stuttgart 1993.
H. Görgemanns, Platon, Heidelberg 1994.
N. Blößner, Dialogform und Argument. Studien zu Platons -Politeia-, Stuttgart 1997.
Eine Kopiervorlage des Textes wird ab Mitte März in der Bibliothek gegenüber der Aufsicht ausliegen. Ebenso wird sich an gleicher Stelle eine Übersicht über den Inhalt der Politeia befinden.
Gruppe 02 (Jas): Epikur
In diesem Lektürekurs soll die epikureische Ethik sowie auch anhand ausgewählter Textpassagen seine Ansichten zur Physik näher betrachtet und erläutert werden. Grundlegend dafür ist zum einen der Brief an Menoikeus und zum anderen der an Herodot sowie einige seiner Lehrsätze.
Bitte verschaffen Sie sich zur ersten Sitzung einen Überblick über das Leben und Werk Epikurs sowie über die Grundzüge des Epikureismus und bereiten Sie bitte aus dem Brief an Menoikeus die Abschnitte 122-123 vor.
Literatur:
Christof Rapp, Epikur - Ausgewählte Schriften, Stuttgart 2010.
Michael Erler, Epikur, in: Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie der Antike, Bd. 4/1: Die hellenistische Philosophie, hrsg. v. Hellmut Flashar, Basel 1994 (maßgebliche Gesamtdarstellung von Leben und Werk mit umfangreicher Bibliographie)
Michael Erler: Epikur, in: Philosophen der Antike, hrsg. v. Friedo Ricken, Bd. 2, Stuttgart 1996
Malte Hossenfelder, Epikur, München 2006 (3. Aufl.).
Jas, Mareike
B.A.-Nebenfach SLk
Diese Veranstaltung entspricht in WP 2 dem Kurstyp -Begleitkurs zu Themen der Literaturwissenschaft m/n/o/p- (WP 2.0.14/16/18/20). ODER
Diese Veranstaltung entspricht in WP 5 dem Kurstyp -Begleitkurs zu Themen der Älteren Sprachen und Kulturen m/n/o/p- (WP 5.0.14/16/18/20).
Sie erhalten 3 ECTS, wenn Sie entweder eine Klausur (30-60 Min.) schreiben oder eine mündliche Prüfung (15-30 Min.) ablegen oder ein Thesenpapier (3.000-6.000 Zeichen) oder Übungsaufgaben (3.000-6.000 Zeichen) fertigen. Die Prüfung muss benotet sein. Die Wahl der Prüfungsart liegt beim Dozenten.
LMU München
SoSe 2015
Dr.
Casolari Sonders Federica