Uni-Siegen
14. März 2017Leszno Lissa und Wschowa Fraustadt Zwei Zentren des interkonfessionellen Dialogs am westlichen Rand der polnischen Adelsrepublik
Dieses interdisziplinäre Kompaktseminar (13.-18.06.) wird gemeinsam mit Studierenden der Kunstgeschichte aus Wrocaw und Studierenden der Theologie und der Geschichte aus Halle durchgeführt. Es führt in den südwestlichen Teil der alten polnischen Adelsrepublik, an der Grenze zu Schlesien gelegen. Sowohl die...
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Jetzt Lernplan erstellenDieses interdisziplinäre Kompaktseminar (13.-18.06.) wird gemeinsam mit Studierenden der Kunstgeschichte aus Wrocaw und Studierenden der Theologie und der Geschichte aus Halle durchgeführt. Es führt in den südwestlichen Teil der alten polnischen Adelsrepublik, an der Grenze zu Schlesien gelegen. Sowohl die königliche Stadt Wschowa (Fraustadt) als auch die der mächtigen Adelsfamilie Leszczynski gehörende Stadt Leszno (Lissa) waren bereits in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts lutherisch geworden. Ab 1548 gewannen in Lissa aus Böhmen vertriebene Böhmische Brüder wachsenden Einfluss, die zusammen mit polnischen Calvinisten eine Kirchenunion schlossen, Fraustadt blieb lutherisch. Die Gegenreformation verlief im Fraustädter Land vergleichsweise milde, so dass letztlich alle Konfessionen dicht nebeneinander leben und in einzigartiger Fülle und Dichte Zeugnisse ihres Selbstverständnisses hervorbringen konnten. Vor allem Leszno gilt als hervorragendes Beispiel für das friedliche Zusammenleben von Katholiken, Lutheranern, Reformierten und Juden in der Frühen Neuzeit, das eine besondere kulturelle Blüte hervorbrachte. Im Rahmen von Vorträgen und Referaten, Exkursionen und interdisziplinären Workshops lernen die TeilnehmerInnen die Gegend um Leszno und Wschowa aus kirchen-, kunst- und gesellschaftshistorischer Perspektive kennen. Dabei ist die Förderung des gegenwärtigen deutsch-polnischen Dialogs zugleich ein wesentliches Anliegen des Seminars. Die Seminarsprache ist deutsch, einige Referate werden in englischer Sprache gehalten. Das Programm ist auch im Blick auf seine Dichte anspruchsvoll (s. Eintrag auf der Fakultätsseite). Der aktive Beitrag besteht außer in der Teilnahme an der Exkursion und der dazugehörigen Gruppenarbeit im Besuch der Vorbereitungssitzungen in Siegen und der Beteiligung an der Vorbereitung eines Vortrags über Johann Amos Comenius, der für diese Region eine wichtige Rolle spielt. In den Vorbereitungssitzungen wird in die besondere Situation der Region vor allem in historischer Perspektive eingeführt.
Für TeilnehmerInnen aus Siegen soll die Anreise per Flug organisiert werden. Deshalb ist es notwendig, dass Sie sich möglichst umgehend (spätestens bis zum 28.1.) verbindlich bei mir anmelden (am besten per Mail) und auch eine Anzahlung in Höhe von 100,- Euro leisten (die Bankverbindung teile ich dann jeweils mit). Wenn Sie sich später anmelden, müssen Sie voraussichtlich mit dem Zug an- und abreisen und für die Reise deshalb bitte zwei Tage mehr einplanen (12.-19.6.)! Verbindliche Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. Nach Freischaltung des LSF tragen Sie sich bitte auch hier noch ein.
Vorbereitungssitzungen (Bestandteil des Seminars): Mi, 18-20 Uhr (am 20.4., 11.5., 25.5.)
Kosten pro Teilnehmer: ca. 250,- Euro
Literatur: Wird in den Vorbereitungssitzungen bekannt gegeben.
Evangelische Theologie - Kirchen- u. Theologiegeschichte
Universität Siegen
SoSe 2011
Univ.-Prof. Dr.
Albrecht Birkner Veronika