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Uni-Siegen
14. März 2017

LFP We Shall Overcome Popmusik und Politik Ausstellungsprojekt in Zusammenarbeit mit dem Rock'n'Popmuseum Gronau

Das LFP setzt sich inhaltlich mit dem Verhältnis von Pomusik und Politik auseinander, um in Form einer Ausstellung Die Ausstellung befasst sich in Form einer Zeitreise durch sechs Jahrzehnte mit dem Verhältnis von Rock- und Popmusik und Politik; Schwerpunkt ist...

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Das LFP setzt sich inhaltlich mit dem Verhältnis von Pomusik und Politik auseinander, um in Form einer Ausstellung Die Ausstellung befasst sich in Form einer Zeitreise durch sechs Jahrzehnte mit dem Verhältnis von Rock- und Popmusik und Politik; Schwerpunkt ist Deutschland (mit Fokus auf Ereignisse in NRW) mit internationalem Bezug (Niederlande, Großbritannien, USA). Die Ausstellung soll als Sonderausstellung ab September 2011 im Museum gezeigt werden. Dreh- und Angelpunkt könnte die Großdemonstration der deutschen Friedensbewegung am 10. Oktober 1981 im Bonner Hofgarten sein, die sich während der Ausstellung zum 30. Mal jährt. Rund 300 000 Demonstranten erleben einen tief berührenden Abschluss: Harry Belafonte singt mit der Menge -We Shall Overcome- und fordert seinen Präsidenten auf, die Entwicklung der Neutronenbombe zu stoppen: -Hey, Mr. Reagan, lay down the neutron bomb.- Im Zuge der zunehmend stärker werdenden Friedensbewegung übernimmt Rock- und Popmusik eine wichtige Rolle bei der Vermittlung der politischen Ziele und ist Ausdrucksform eines massenhaften politischen Protests. Am 22. Oktober 1983, gut zwei Jahre später, kommt es zum letzten Aufbäumen der Friedensbewegung im Bonner Hofgarten: mehr als eine halbe Million demonstrieren gegen den Nato-Doppelbeschluss. Es spielten der amerikanische Folksänger Arlo Guthrie und die Kölner Band BAP: -Plant mich nur nicht bei euch ein.- Ausgehend von dieser besonderen Phase politischen Protests in der Bundesrepublik Deutschland Ende der 70er bis Mitte der 80er Jahre sollen verschiedene Aspekte, Prozesse und Ereignisse in der Ausstellung angerissen werden, um das Thema in einen größeren gesellschaftspolitischen Kontext zu stellen. Thematisiert wird die Rock'n'Roll-Revolution in den 50er Jahren, die auch Deutschland ergreift, die 60er, 70er und 80er Jahre mit ihren jeweils verschiedenen popkulturellen Ausprägungen bis hin zur Gegenwart. Ziel ist, sowohl regionale, nationale und internationale Bezüge herzustellen. Dabei sollte, insbesondere auch in Bezug auf die Musikszene der DDR, berücksichtigt werden, wie Rock- und Popmusik einerseits zu Herrschaftszwecken und Machtausübung instrumentalisiert wird, andererseits aber auch als Mittel zur Infragestellung bestehender Machtverhältnisse und politischer Entscheidungen (Protest, Widerstand) genutzt wurde und wird. Die Ausstellung soll einen abwechslungsreichen und anschaulichen Einblick in das Verhältnis von Politik und Popmusik in Deutschland und anderswo geben. Bezeichnende Liedtexte von Künstlern wie Wolf Biermann könnten als Ausgangspunkt für das Dargestellte dienen, wobei die Besucher die Möglichkeit haben sollen, sich diese Lieder anzuhören. Denkbar wären auch Interviews mit Zeitzeugen und evtl. sogar Künstlern selbst. Voraussetzung für die Teilnahme ist großes Interesse an der Thematik, Engagement und Enthusiasmus. Das LFP bietet eine einmalige Chance, an einem spannenden Ausstellungsprojekt mitzuarbeiten und somit Theorie und Praxis zu verbinden. An Begleitpublikationen ist hier ebenso gedacht wie Öffentlichkeitsarbeit. FB 1 - Sozialwissenschaften - Philosophie - Theologie - Geschichte - Geographie Universität Siegen SoSe 2011 Fakultät I - Philosophische Fakultät Seminar für Sozialwissenschaften Dr. Schiller Dietmar