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Uni-Hannover
14. März 2017

Lichtkunst

Kann Licht Kunst sein? Neben der Malerei, Plastik oder der Fotografie gilt die Lichtkunst inzwischen als eine eigenständige Kunstgattung. Sie war aber durchaus auch in der Romanik und Gotik zu finden, als der Lichteinfall durch die Kathedralfenster zu bestimmten Zeiten...

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Kann Licht Kunst sein? Neben der Malerei, Plastik oder der Fotografie gilt die Lichtkunst inzwischen als eine eigenständige Kunstgattung. Sie war aber durchaus auch in der Romanik und Gotik zu finden, als der Lichteinfall durch die Kathedralfenster zu bestimmten Zeiten auf bestimmte Flächen bewusst genutzt wurde, um durch eine ästhetische Wirkung inhaltliche Zusammenhänge zu vermitteln. Oder im Barock durch den Einsatz von Feuerwerk oder der bewussten Dramatisierung von Bildern durch einen starken Hell-Dunkel-Kontrast. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts ist es zunehmend das künstliche Licht, welches die Künstler reizt und von ihnen zu ästhetischen Zwecken eingesetzt wird. Stellvertretend und genreübergreifend dafür steht Loie Fuller, amerikanische Tänzerin, die ab 1892 in Paris mit der Hilfe von Licht und einem weit ausladenden Gewand, auf der Bühne ephemere, dynamische und changierende Skulpturen entwickelt. Nach einem kurzen Überblick über die Historie der Lichtkunst werden wir uns schwerpunktmäßig mit der neueren Entwicklung derselben beschäftigen und u.a. Werke von Moholy-Nagy (Licht-Raum-Modulator von 1920) anschauen, von Dan Flavin (Diagonale vom 25. Mai, 1963), Otto Piene (Lichtballette) und James Turrell (Lichträume), aber auch von zeitgenössischen Künstlern wie Olafur Eliasson, Mischa Kuball und Christina Kubisch. Ein zusätzlicher Aspekt wird die Vorstellung von Lichtkunstzentren und -festivals in Deutschland sein. Gasthörendenstudium Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldungen sind ab Dienstag, den 22.03.2016, 09:00 Uhr möglich. Persönlich im Gasthörendenbüro oder per Email: ghs-info@zew.uni-hannover.de Universität Hannover SoSe 2016 Dozent