Uni-München
14. März 2017Masterseminar Posen in der Fiktion
In der Literaturwissenschaft wurde in den letzten Jahren häufig Probleme fokussiert, die um die folgenden beiden Fragen kreisen: Das ist zunächst die Frage -wer spricht?-, ob sie einen nun, Foucault zu zitieren, -kümmert- oder eben nicht. Und das ist desweiteren...
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Jetzt Lernplan erstellenIn der Literaturwissenschaft wurde in den letzten Jahren häufig Probleme fokussiert, die um die folgenden beiden Fragen kreisen: Das ist zunächst die Frage -wer spricht?-, ob sie einen nun, Foucault zu zitieren, -kümmert- oder eben nicht. Und das ist desweiteren die Frage nach dem Status dessen, worüber gesprochen, wird, an der sich beispielsweise Fragen nach der Fiktionalität, der Diskursivität oder auch dem politischen Charakter von Literatur aufhängen. Ohne diese nach wie vor drängenden Fragen aufzugeben, wollen wir im Seminar den Fokus unseres Lesens etwas verschieben und nach den Positionen der Rede fragen, die literarische Texte konstruieren und beziehen. Im Mittelpunkt stehen also nicht nur die realen und fiktiven Sprecherinstanzen, sondern auch die kunstvolle Positionierung der literarischen Rede in ihren verschiedenen räumlichen und zeitlichen Kontexten und damit das, was man in der linguistischen und strukturalistischen Theorie häufig auf den Nenner der Pragmatik gebracht hat. Dies soll nicht in erster Linie deduktiv, sprich ausgehend von literaturtheoretischen Texten, sondern auf Basis exemplarischer literarischer Texte und Gattungen von der Frühen Neuzeit (z. B. Machiavelli, Montaigne, Gracian, Du Bellay, Racine) bis in die (Post-)Moderne (z. B. Hugo, Flaubert, d'Annunzio, Houellebecq) hinein geschehen, in denen die Standpunkte literarischen Sprechens zum Gegenstand kunstvoller Inszenierungen werden, über die fiktionale Texte buchstäblich Stellung beziehen, ohne sich zwangsläufig auf eine Stellungnahme festlegen zu lassen. Im besten Falle sollen die gemeinsamen Textanalysen auch ein neues Licht auf die Positionen literaturtheoretischen Sprechens und literaturwissenschaftliche Kategorien wie -Kontext-, -Autor- oder -Fiktion- werfen.
Zur Einführung empfehle ich die Lektüre von Michel Foucaults Darstellung von Velazquez Gemälde Las meninas, die gleichzeitig die Diskussionsgrundlage für die erste Sitzung bilden wird.
Bemerkung
Bitte beachten Sie die vorgezogene Belegfrist für Seminare: 28. Januar - 6. Februar!
Anmeldung
Anmeldung über die Anmeldemaske Romanische Sprach- bzw. Literaturwissenschaft.
Bitte beachten Sie die vorgezogene Belegfrist für Hauptseminare: 5.-14. Februar 2014!
Weitere Infos zur Belegung im Prospektschrank (Schellingstr. 3 (VG), Flur 5. Stock)
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Foucault_Las Meninas.pdf Foucault_Analyse Las Meninas
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C4-Professur für Romanische Philologie unter besonderer Berücksichtigung der französischen und spanischen Literatur sowie der romanischen Mediävistik (Univ. Prof. Dr. Bernhard Teuber)
LMU München
SoSe 2015
PD Dr.
Frömmer Judith