Uni-Siegen
14. März 2017MB 19 M 26 A und S MM 7.2 Wahlmodulelement Regionales Bauen
Ausgangslage und Inhalt des Wahlmoduls Unterschiedliche, regional verortete Rahmenbedingungen haben unterschiedliche Hauslandschaften hervorgebracht. Maßgebliche Rahmenbedingungen waren: • Zugriff auf die Ressource Boden • Verbreitung von Informationen • Einbindung in Arbeitsabläufe der Bauproduktion • Verräumlichung sozialer Spielregeln Viele dieser Rahmenbedingungen...
Erstelle deinen persönlichen Lernplan
Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.
Jetzt Lernplan erstellenAusgangslage und Inhalt des Wahlmoduls
Unterschiedliche, regional verortete Rahmenbedingungen haben unterschiedliche Hauslandschaften hervorgebracht.
Maßgebliche Rahmenbedingungen waren:
• Zugriff auf die Ressource Boden
• Verbreitung von Informationen
• Einbindung in Arbeitsabläufe der Bauproduktion
• Verräumlichung sozialer Spielregeln
Viele dieser Rahmenbedingungen haben ihre Wirkung bzw. regionale Exklusivität längst eingebüßt. Damit haben sich die überlieferten Gebäudebestände ihrer formbestimmenden Rahmenbedingungen entledigt. Sie bestehen als Gebäudesubstanz weiter, ohne dass die sie erzeugenden Rahmenbedingungen fortbestehen. Der Fortbestand der Gebäudesubstanz ist in der Regel nur dann gegeben, wenn eine Koppelung neuer sozialer Nutzungen an den Bestand gelingt. In diesem Sinne lässt sich beispielsweise ein vormals landwirtschaftlich genutztes Gebäude als Wohngebäude weiternutzen. Baulich-konstruktiv wird hierbei eine konservatorische Strategie verfolgt.
Aber welche Bedeutung kann diese Bausubstanz bei der Entwicklung neuer Gebäude haben, wenn kein Zugriff auf diese konservative Strategie möglich ist? Lassen sich Informationen aus der Bausubstanz nutzen und damit Anregungen für den Entwurf neuer Bauaufgaben gewinnen?
Unter dem Stichwort Regionales Bauen soll anhand eines konkreten Fallbeispiels die Bezugnahme auf die vorhandene Bausubstanz geübt werden. Konkret sollen drei Arbeitsschritte bearbeitet werden:
• Strukturelle Analyse des Projektgebiets
• Abstraktion und Auswahl der Strukturmerkmale für die Entwurfsaufgabe
• Adaption der ausgewählten Strukturmerkmale im Zuge des Entwurfs einer Siedlung
Fallbeispiel: Das konkrete Fallbeispiel ist das rund sieben Kilometer südöstlich von Saalfeld (Thüringen) gelegene, 275 Einwohner zählende Dorf Kaulsdorf-Breternitz. Breternitz liegt in der Talaue der Saale und geht auf sorbische Ursprünge zurück.
Die strukturellen Merkmale sollen im Zuge eines Workshops vor Ort analysiert werden.
Schwalbach, Gerrit , Architekt Dipl.-Ing.
Universität Siegen
WiSe 2013/14
Architektur, Bachelor, PO 2003
Architektur, Bachelor, PO 2003
Dipl.-Ing.
Herz Kathrin