Uni-Siegen
14. März 2017Migration und Akkulturationsprozesse im Mittelalter LS 5
Migration ist ein universales historisches Thema. Zu allen Zeiten wandern Völker und Einzelpersonen zwischen den Reichen und Staaten. Nicht immer es ein friedliches -Wandern-, aber immer bedeutet -Wanderung- Krise oder ist ein Ausdruck von Krise. Die Krise selbst und die...
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Jetzt Lernplan erstellenMigration ist ein universales historisches Thema. Zu allen Zeiten wandern Völker und Einzelpersonen zwischen den Reichen und Staaten. Nicht immer es ein friedliches -Wandern-, aber immer bedeutet -Wanderung- Krise oder ist ein Ausdruck von Krise. Die Krise selbst und die Antworten darauf sind Themen der Längsschnittseminare zur Migration und Akkulturation.Für das Mittelalter wird ein Schwerpunkt auf den Folgen der -Völkerwanderung- liegen, die mit den -Barbarenreichen- der Franken, Langobarden und Westgoten zu untersuchen sind. Dabei wird ein Hauptaugenmerk auf den Akkulturationsprozessen liegen, die aus den neuen Reichen langfristig und höchst mittelbar -Nationen- werden ließen.Eine ähnliche Fragestellung begegnet uns bei der -Wanderung- der Wikinger und ihrer Nachfahren, die sich in Sizilien und in der Normandie festsetzten und seit 1066 England neu kolonisierten.Eine weitere Form von Migration bedeutet die frühbürgerliche Mobilität seit dem 12. Jahrhundert, die dazu führte, das Europa ein kultureller Zusammenhang blieb und dies auch mit zunehmendem Abstand von den gemeinsamen Wurzeln im Römischen Reich.Die Kreuzzügebeinhalten ebenfalls Momente von Migration, wobei dauerhafte Migration dabei schwer zu fassen ist. Schließlich mag die wesentliche Migrationsbewegung des späteren Mittelalters die Abwanderung der Landbevölkerung in die Städte sein, die eine wesentliche Voraussetzung für dasmoderne bürgerliche Europa bildet.
Bemerkung
Modulelement:
BA: LS 5.2
GHR: 5.2 (Prüfungsmodul GHR)
Gym: 5b.2 (nicht als Längsschnitt 9!)
Geschichte - Mittlere und Neuere Geschichte
Universität Siegen
SoSe 2012
Dr.
Strothmann Jürgen