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Uni-München
14. März 2017

n Psychoanalyse auf der Roten Couch

Die Fachschaft Psychologie hat für dieses Sommersemerster zum ersten Mal eine psychoanalytische Ideenwerkstatt ins Leben gerufen: -PSYCHOANALYSE AUF DER ROTEN COUCH-. Mit wechselnden Kombinationen von PsychoanalytkerInnen aus der Praxis gestalten wir 8 spannende Abende in verschiedenen Formaten und Themen aus...

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Die Fachschaft Psychologie hat für dieses Sommersemerster zum ersten Mal eine psychoanalytische Ideenwerkstatt ins Leben gerufen: -PSYCHOANALYSE AUF DER ROTEN COUCH-. Mit wechselnden Kombinationen von PsychoanalytkerInnen aus der Praxis gestalten wir 8 spannende Abende in verschiedenen Formaten und Themen aus dem aktuellen Zeitkontext und der psychoanalytischen Praxis (siehe unten). ALLE Interessierten sind herzlich willkommen mit uns dabei zu sein und mitzudiskutieren. Über die Fachschaft (fs.psy@fakultaet11.de) könnt Ihr euch jederzeit über weitere Details informieren. Eine offizielle Anmeldung ist nicht notwendig, ihr könnt gerne auch zu nur zu einzelnen Terminen kommen. 1. Thema: Everythings goes! - Grenzenlose Freiheit? Wie frei ist der Mensch wirklich? Aus philosophischer Sicht schauen wir auf den Freiheitsbegriff und stellen die Theorie Freuds zur conditio humana vor. Anhand von Beispielen diskutieren wir über Aspekte der politischen Freiheit (Pegida-Bewe­gung, Pressefreiheit und Freiheit in der Kunst). Was kann die Psychoana­lyse zur Weiterentwicklung der persönlichen Freiheit beitragen? Datum: 06.05.2015 19.00 Uhr ReferentInnen: Doris Laufenberg, Claudine Schauer, Hakan Evcin 2. Thema: DAS passiert auf der Couch: Mentalisten bei der Arbeit. Es erfolgt eine Einführung in das psychoanalytische Handwerkzeug: Ausge­hend von der Annahme, dass das menschliche Dasein grundsätzlich konflikthaft ist, geht es um die Erarbeitung der individuellen psychischen Konflikte. Gefühle, Intuitionen und Phantasien des Therapeuten / der Therapeutin sind dabei wesentliches Arbeitsmaterial im Prozess des Verstehens, ebenso wie Übertragung / Gegenübertragung, szenisches Verstehen, Unbewusstes, Es / Ich / Über-Ich und strukturelle Probleme. Datum: 13.05.2015 19.00 Uhr Referenten und Diskutanten: Claudine Schauer und Nathalie Erazo 3. Thema: -Meine Mutter sagt, Sie sind eine Hure.- Es wird eine vollständige psychoanalytische Behandlung mit 300 Stunden anhand der verschiedenen Gutachten vorgestellt. Wir bitten um Verständnis, dass während des Seminars keine Zuhörer mehr ein­gelas­sen werden können. Datum: 20.05.2015 19.00 Uhr Referentin: Doris Laufenberg 4. Thema: -Let’s talk about sex!- - Wa(h)re Liebe. Zunächst wird die psychoanalytische ödipale Entwicklungstheorie, basierend auf dem Ödipusmythos vorgestellt werden. Ausgehend von der sexuellen Identität und Orientierung und den damit verbundenen Schwierigkeiten schauen wir auf die Gesellschaft heute, die geprägt ist von einer sexualisierten Öffentlichkeit, in der der Einzelne in seiner individuellen Sexualität häufig unter starkem Druck gerät: Leis­tungsdruck im Bett? Sex als Ware? Datum: 27.05..2015 19.00 Uhr Referentinnen: Doris Laufenberg, Claudine Schauer 5. Thema: Unsere Kultur ist die Beste! Wie entsteht kulturelle Identität? Bedeutung, Absicht und Folgen. Vorgestellt werden Theorien aus der Ethnopsychoanalyse über die Entstehung von Kulturen und kulturellen Identitäten. Was sind die kulturellen Pfeiler, welche psychischen Me­chanismen werden angewandt, um eine Großgruppe zu festigen und was passiert an den Grenzen zu anderen Kulturen? Wie werden kulturelle Pfeiler von der Politik missbraucht und zur Manipulation eingesetzt? Datum: 03.06.2015 19.00 Uhr Referentin: Doris Laufenberg 6. Thema: -Ich muss Ich und Du musst Wir!- Wie entwickelt man sich zu einem Individuum? Wie unterscheiden sich die Individu­ationsprozesse in einer deutschen und einer muslimischen Emigrantenfamilie. Wir stellen die kulturell sehr verschieden verlaufenden psychischen Individuationspro­zesse anhand der ethnopsychoanalytischen Theorie, Patientenmaterial und Selbst­erfahrung vor: Leben zwischen Kulturen. Datum: 10.06.2015 19.00 Uhr ReferentInnen und DiskutantInnen: Doris Laufenberg, Hakan Evcin 7. Thema: Ansage: -Lern!- Antwort: -Gestört!- Was sagt die Psychoanalyse zum Problem der Lernstörung? Anhand der psycho­analytischen Entwicklungstheorie von der -Aneignung der Welt- als Ausdruck der Libido untersuchen wir verschiedene Stationen im Lernprozess: Bedingungen, Motivationspädagogik, die Biologie des Lernens, Wettbewerb / Vergleich / Leistungs­druck und überhöhte Selbsterwartungen. Verschiedene Fallvignetten illustrieren die Theorien. Datum: 17.06.2015 19.00 Uhr Referentinnen: Lenelies Jeron KJP, Doris Laufenberg 8. Thema: Abschließende Überlegungen: -Ist die Psychoanalyse unzeitgemäß?- Von vielen Kritikern wird die Psychoanalyse als veraltert und für den heutigen Zeitgeist von Produktivität, Ökonomisierung und Effektivität als unzeitgemäß betrachtet. Am Beispiel der gemeinsamen Gruppen-Traumdeutung zeigen wir die Aktualität der Pschoanalyse für jeden. Die Traumbox: Schreiben Sie Ihren Traum gut leserlich auf und geben sie ihn in die Traumbox. Wir ziehen Träume und deuten sie. Offenes Ende. Datum: 24.06.2015 19.00 Uhr ReferentInnen: Doris Laufenberg, Claudine Schauer, Hakan Evcin LMU München SoSe 2015 Department Psychologie