Uni-Dortmund
14. März 2017Oberseminar American Exceptionalism und Prespektiven transnationaler Geschichte
Die Vorstellung von einem amerikanischen -Sonderweg- kann als eine der stärksten Einflüsse auf die Herausbildung einer nationalen Identität der USA angesehen werden. Gleichwohl ist diese Selbstwahrnehmung in Veränderung begriffen – American Exceptionalism steckt in der Krise. Das Seminar wird sich...
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Jetzt Lernplan erstellenDie Vorstellung von einem amerikanischen -Sonderweg- kann als eine der stärksten Einflüsse auf die Herausbildung einer nationalen Identität der USA angesehen werden. Gleichwohl ist diese Selbstwahrnehmung in Veränderung begriffen – American Exceptionalism steckt in der Krise. Das Seminar wird sich historisch verschiedenen Perioden widmen, in denen sich die Idee des Exzeptionalismus maßgeblich entwickelte: die Kolonialzeit, die Ära der amerikanischen Revolution und die Periode der Jacksonian Democracy. Anhand von Quellen wie puritanischen Predigten, Texten von Alexis de Tocqueville bis zu Reden Barack Obamas soll aber auch untersucht werden, wie die Vorstellung, Amerika sei nicht nur eine einzigartige Nation, sondern habe auch eine besondere Aufgabe zu erfüllen, die amerikanische Kultur und Gesellschaft geprägt hat. Wie ist sie rhetorisch im 19. und 20 Jahrhundert, zwischen Nachkriegs-Liberalismus und gegenwärtigen neokonservativen Agendas, aber auch in Debatten über die Rolle der USA in einer globalisierten Welt nach 9/11 mobilisiert worden? Aus den Reihen sozialer Bewegungen wie des /Black Power/ /Movements/, der Frauenbewegung, des /Chicana/Chicano Movement/ und des Gay and Lesbian Rights Movements ist die Vorstellung des American Exceptionalism als WASP- Ideologie kritisiert worden, die den Ausschluss von Frauen, African Americans sowie ethnischer und anderer Minderheiten legitimiere und perpetuiere. Auch Ansätze aus der Geschichtswissenschaft und den American Studies, die Geschichte der USA zu transnationalisieren, können als Versuch gelesen werden, dieser mächtigen Meistererzählung eine Einbettung in transkulturelle und globale Bezugssysteme entgegenzusetzen. -Post-exzeptionelle- Ansätze wie der /Black Atlantic/, der /Pacific Rim/, /borderlands studies/ oder /diaspora studies /versuchen den Blick auf die vielfältigen Einflüsse zu richten, die die hybriden amerikanischen Identitäten und Kulturen geprägt haben. Sprachnachweise können erbracht werden in Englisch. Auch geöffnet für Promovierende des Bochum-Dortmunder Promotionsstudiengangs -American Studies: Transnational/Transatlantic Studies-.
Technische Universität Dortmund
WiSe 2013/14
Institut für Anglistik und Amerikanistik