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Uni-Siegen
14. März 2017

Produktsicherheit

Die sichere und gesundheitsgerechte Gestaltung von Produkten beginnt bereits in der Hochschulausbildung künftiger Maschinenbauer und Produktentwickler. Mit der Vermittlung des entsprechenden Fachwissens wird ein wichtiger Grundstein dafür gelegt, dass die künftigen Produktentwickler ihren Pflichten, die sich insbesondere aus dem Geräte-...

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Die sichere und gesundheitsgerechte Gestaltung von Produkten beginnt bereits in der Hochschulausbildung künftiger Maschinenbauer und Produktentwickler. Mit der Vermittlung des entsprechenden Fachwissens wird ein wichtiger Grundstein dafür gelegt, dass die künftigen Produktentwickler ihren Pflichten, die sich insbesondere aus dem Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (GPSG) und dessen nachfolgenden Verordnungen ergeben, gerecht werden können. Insbesondere in Berufsfeldern, in denen Entscheidungen, z.B. zur sicheren Konstruktion oder Bedienung von Geräten, getroffen werden müssen, kann mangelndes Fachwissen zu gravierenden sicherheitsrelevanten Folgen führen. Mit der von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und der TU Dresden initiierten und dem Fachgebiet Arbeitswissenschaft/Ergonomie der Universität Siegen unterstützten Ausbildungsinitiative zur sicherheits- und gesundheitsgerechten Gestaltung von Produkten wird ein Beitrag zur Verbesserung der Hochschulausbildung künftiger Maschinenbauer und Produktentwickler bezüglich der sicheren und gesundheitsgerechten Gestaltung von Produkten angestrebt. Entsprechendes Fachwissen sowohl hinsichtlich der formalen Anforderungen, die das GPSG stellt, wie Fragen der Konformitätsprüfung, Konformitätserklärung, Kennzeichnung und Dokumentation als auch hinsichtlich des systematischen, methodischen Vorgehens bei der Gefährdungsidentifizierung und Risikobewertung oder die Gestaltungsmaßnahmen werden hierbei bereitgestellt. Langfristig können so mit einer in Bezug auf Sicherheit und Gesundheitsschutz verbesserten Produktqualität -Spätfolgen- durch mangelhafte Produkte vermieden werden. Realisiert wird dieses Lehrkonzept als Blended-Learning, welches durch die Kombination von Präsenz- und Selbstlernphasen charakterisiert ist. Dabei werden eine Vielzahl zeitgemäßer Lehrmethoden und multimedialer Lehrmittel auf ein breites Spektrum der Wissensvermittlung zur Hochschulausbildung künftiger Produktentwickler und -gestalter eingesetzt. Das Lehrkonzept ist in sieben Lehrmodule untergliedert, die miteinander verzahnte Präsenz- und Selbstlernteile umfassen. Systematisch werden die benötigten Lehrinhalte zur sicherheits- und gesundheitsgerechten Produktgestaltung, beginnend mit grundlegenden Angaben zur Produktsicherheit, über die Vorstellung wesentlicher Rechtsgrundlagen, hin zu allgemeinen speziellen Vorgaben und Anforderungen, die an Produkte gestellt werden, bis zur beispielhaften Lösung spezieller sicherheitstechnischer Problemstellungen dargeboten. Die Untergliederung in Präsenz- und Selbstlernteile ermöglicht es einerseits, den Studierenden das benötigte fachspezifische Wissen direkt zu vermitteln und andererseits dieses Wissen in den als PC-Software speziell entwickelten Selbstlernumgebungen zu rekapitulieren und anzuwenden. Die Fachinhalte werden dafür in moderne Präsentations-/Vermittlungsarten gefasst, wie z.B. E-Learning-Module, Internetworking oder multimediale Lernmedien. Lehrstuhl für Arbeitswissenschaft / Ergonomie Universität Siegen WiSe 2011/12 Univ.-Prof. Dr.-Ing. Kluth Karsten Ing