Uni-Dortmund
14. März 2017Projekt A 04 Stadtumbaugebiet Hörde
Der im Dortmunder Süden gelegene Stadtteil Hörde mit seinen ca. 23 000 Einwohnern steht aktuell im Fokus der Dortmunder Stadtentwicklung. Das städtebauliche Großprojekt Phoenix verändert den ehemaligen Arbeiterstadtteil gravierend. Flankierend zur Entwicklung der Phoenix-Flächen werden Initiativen ergriffen, den Stadtteil städtebaulich...
Erstelle deinen persönlichen Lernplan
Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.
Jetzt Lernplan erstellenDer im Dortmunder Süden gelegene Stadtteil Hörde mit seinen ca. 23 000 Einwohnern steht aktuell im Fokus der Dortmunder Stadtentwicklung. Das städtebauliche Großprojekt Phoenix verändert den ehemaligen Arbeiterstadtteil gravierend. Flankierend zur Entwicklung der Phoenix-Flächen werden Initiativen ergriffen, den Stadtteil städtebaulich und sozial zu stabilisieren.
Die Geschichte des Stadtteils ist eng mit der Montanindustrie verknüpft, die mit der Inbetriebnahme der Hermannshütte 1841 begann. Das Hüttenwerk Phoenix hat die wirtschaftliche, soziale und räumliche Entwicklung von Hörde jahrzehntelang entscheidend geprägt. Eingeklemmt zwischen den beiden Standorten Phoenix-West und Phoenix-Ost, war der Stadtteil mit seinen vergifteten Böden, der verpesteten schwarzen Luft und den russbedeckten Fassaden lange einer der ökologisch am stärksten devastierten Orte Deutschlands. Mit der Stilllegung der Hochöfen auf Phoenix-West 1998 und der letzten Roheisenschmelze auf Phoenix-Ost 2001 haben sich die Umweltbedingungen erheblich verbessert. Nichtsdestoweniger wirkt das alte Hörde heute in Teilen immer noch schmutzig. Es ist gekennzeichnet durch marode, verfallene Bausubstanz und zerschnitten von Verkehrsstraßen. Soziale Problemlagen kommen hinzu: Nach der Schließung des industriellen Großbetriebs ist die Arbeitslosigkeit stark gestiegen. Unter den Bewohnern sind viele gering qualifizierte Menschen mit Migrationshintergrund. SGB II-, Hauptschul- und Schulabbrecherquote liegen weit über dem städtischen Durchschnitt. Das Hörder Zentrum mit der Funktion eines Nebenzentrums für den gesamten Stadtbezirk ist in eine Abwärtsspirale geraten, was sich an leerstehenden Ladenlokalen und Billigläden zeigt. Hörde gilt vielen als -Problemgebiet- - aber die Veränderungen im Umfeld bieten auch neue Chancen und Perspektiven. Die isolierte Lage ist aufgebrochen, stattdessen besteht eine Anbindung an -gehobenere- Stadtquartiere und die Freiraum- und Parkanlagen im Dortmunder Süden.
Für die Stadt Dortmund hat die Stadterneuerung in Hörde besonderes Gewicht und hohe Priorität Mit der Aufnahme des Stadtteils in das seit 2004 als Regelprogramm in westdeutschen Bundesländern eingesetzte Programm Stadtumbau West sind wichtige Voraussetzungen geschaffen, Hörde für die Zukunft fit zu machen. Unterstützt durch Fördergelder und eingebettet in ein integriertes Stadtteil-Entwicklungsprogramm (InSEKt) wird insbesondere in den Bereichen Städtebau, Wohnumfeldverbesserung und Einzelhandel ein gezielter Aufwertungsprozess unterstützt.
Da Projekt soll sich mit den Gegebenheiten, Problemlagen und aktuellen Entwicklungsdynamiken in Hörde auseinandersetzen, die Ziele und Maßnahmen des Stadtumbau-Programms kennen lernen und die Wirkungen auf den Stadtteil abschätzen. Das Projekt sollte dabei auch fragen, welche Veränderungen sich für die jetzigen Bewohnerinnen und Bewohner Hördes abzeichnen bzw. wünschenswert sind und ggf. eigene Vorschläge zur Stadterneuerung in Hörde entwickeln.
Bachelor Raumplanung (2012)
Technische Universität Dortmund
WiSe 2012/13
Bachelor Raumplanung (2007)
Dipl.-Ing.
Greiwe Ulla